Kulturbühne Ladbergen
Ostfriesisch zur Faschingszeit

Ladbergen -

Auch bei seinem zweiten Auftritt auf der Kulturbühne Ladbergen ist Enno Engel vom Publikum gefeiert worden. Der Ostfriese präsentierte sein Programm „Ich suche eine Frau oder einen Trecker“.

Sonntag, 11.02.2018, 18:02 Uhr

Mit ostfriesischem Naturell und kühlem Humor begeisterte Bauer Enno das Publikum der Kulturbühne.
Mit ostfriesischem Naturell und kühlem Humor begeisterte Bauer Enno das Publikum der Kulturbühne. Foto: Luca Pals

„Ich suche eine Frau oder einen Trecker“, kündigte Enno Engels anmutig sein Programm an. Und bekanntlich habe Ladbergen „die besten und schönsten Frauen“. Aufgewachsen auf einem Bauernhof im fiktiven Pottenmoor im tiefsten Ostfriesland, verließ er vor wenigen Jahren den Hof seiner Eltern. Aus dem einstigen Kinderzimmer wurde ein Ferkelstall, der Ostfriese zog bei Tante Frieda ein. Einen kleinen Abstecher, um einen „Schwank aus seinem Leben“ zu erzählen, machte er auf der Kulturbühne in Ladbergen.

Von dieser konnte er in einen gefüllten Publikumssaal blicken: Trotz der Weiberfastnacht-Konkurrenz in der Sporthalle war die Veranstaltung ausverkauft. Ingo Kielmann von der Marketing-Initative „Nu män tou“ freute das, auch der Stoßtrupp des Rosenmontagsumzuges schaute vorbei und Kielmann konnte noch vor Engels Ostfriesen-Show verkünden: „Unser Team hinter den Kulissen wächst bereits. Wir haben neue Leute dazu gewonnen.“

Danach hieß es Bühne frei für Enno Engel , der bereits vor vier Jahren in Ladbergen aufgetreten war und an seinen damaligen Auftritt anknüpfte. Bis es dazu kam, begegnete Engel aber bereits zweimal der Polizei: „Vor dem Kreisverkehr stand ein 30er-Schild. Ich bin dann also 30-mal durch den Kreisel gefahren.“ Das blau-blinkende Fahrzeug hielt ihn an, die einzige Erklärung: „Ich habe mich wohl verzählt.“ Als sie ihn ein zweites Mal anhielten, waren sie bereits in seinen Wagen gefahren: „Die haben mich verfolgt, dann habe ich einmal kräftig gebremst. Man fährt nicht so nah auf.“

Endlich in Ladbergen angekommen, erzählte er von seiner ersten Frauen-Begegnung: „Sie hieß Roswitha. Bei uns in Pottenmoor war sie Hebamme, aber auch dafür da, wenn eine Kuh Verstopfungen hatte.“ Bei der Geburt sei er auf den Kopf gefallen: „Viele meinen aber, dass merkt man mir gar nicht an.“

Später begann der Ernst des Lebens: die Schule. Die Schultüte gleich zum ersten Tag war Ansporn genug: „Da habe ich mir gesagt, das ziehst du durch. Aber am nächsten Tag gab es dann schon keine mehr.“ Von seinem Vater bekam er nun ein anderes Versprechen: „Für jede Eins und Zwei gibt´s einen Korn. Ja, was soll ich sagen: Meine Schulzeit sah keinen Alkohol.“

Nach der Schule wollte Enno Engel Frauenarzt werden, denn die Frauen-Suche könne so ja viel einfacher gelingen. Aber gleich im ersten Test fiel er durch: Die Gebärmutter ist eben nicht Ursula von der Leyen und der Eisprung keine olympische Sportart.

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