Rosenmontagsumzug
Autofahrer bleiben draußen

Ladbergen -

Freie Fahrt für die Bollerwagen: Beim Rosenmontagsumzug werden zahlreiche Straße im Ortskern für den normalen Verkehr gesperrt. Um 15.11 Uhr setzt sich der närrische Lindwurm in Bewegung.

Freitag, 09.02.2018, 06:02 Uhr

Die Polizei ist immer dabei: Auch beim Bollerwagenumzug 2018 werden Andreas Milfeit (links, mit Warnweste) und dessen Kollegen den Rosenmontagszug durch Ladbergen begleiten. Einige Straßen werden wieder für das Event gesperrt.
Die Polizei ist immer dabei: Auch beim Bollerwagenumzug 2018 werden Andreas Milfeit (links, mit Warnweste) und dessen Kollegen den Rosenmontagszug durch Ladbergen begleiten. Einige Straßen werden wieder für das Event gesperrt. Foto: Luca Pals

Das Heidedorf als eine Karnevalshochburg zu bezeichnen wäre wohl maßlos übertrieben. Immerhin hält aber eine kleine Schar von Narren seit gut zehn Jahren die närrische Fahne regelmäßig in den Tagen vor und bis Rosenmontag hoch. Das ist auch diesmal so. Ihren Höhepunkt findet die närrische Session in Ladbergen am Montag, 12. Februar, mit dem Bollerwagenumzug.

Für diese Veranstaltung, so die Gemeindeverwaltung, werden auch diesmal Teilbereiche der Straße Auf dem Rott, der Dorfstraße, Jahn­straße, Kattenvenner Straße, des Mühlenkamps und der Mühlenstraße gesperrt. Zwischen 15 und 18 Uhr ist eine Ortsdurchfahrt zeitweilig nicht möglich, so Andreas Kipp vom Ordnungsamt. „Alle Verkehrsteilnehmer und Anwohner werden aus Gründen der Sicherheit für Teilnehmer und Zuschauer an der bekannten Zugstrecke um Verständnis und besondere Rücksichtnahme gebeten“, sagt er.

Während die Akteure beim Bollerwagenumzug vermutlich schon sinnbildlich mit den Hufen scharren und es kaum erwarten können, dass die Aktion beginnt, kann einer, der immer dabei ist, die Sache wie üblich relaxt angehen. Weder muss er sich Gedanken machen über die Gestaltung seines Fahrzeugs noch darüber, ob er genug Kraft haben wird, es zu ziehen: „Dorfsheriff“ Andreas Milfeit ist mit seinem Streifenwagen von Anfang an dabei, erinnert sich Helmuth Gollan vom „Elferrat LA“.

Tatsächlich hat der Polizist die Aktion, die mit einem privaten kleinen Umzug einer Geburtstagsgesellschaft begonnen hatte, die aus einer Bierlaune heraus die Straße auf und ab lief, von Anfang an begleitet. Aus beruflichen Gründen. Denn schon ein Jahr nach dem Mini-Umzug standen rund 400 Leute am Straßenrand, berichtete der Polizeihauptkommissar. Denen warfen die Akteure Bonbons zu. Damals habe er vor der Wahl gestanden, das Ganze stillzulegen oder die Männer vom einstigen „Stoßtrupp“ – dem Vorläufer des heutigen „Elferrates“ – dazu zu bringen, ihre Aktion ordnungsgemäß anzumelden – schon der nötigen Versicherung wegen.

Dass die Entscheidung, den Zug regelmäßig stattfinden zu lassen, genau richtig war, beweisen die Teilnehmerzahlen Jahr für Jahr. Mehr als 20 Vereine, Clubs und Spielmannszüge wollen diesmal die Zuschauer begeistern. Und wer sich an der Strecke durchs Dorf am Nachmittag warmgeklatscht hat, der darf am Ende in der Jahnsporthalle weiterfeiern.

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