Schach-Gruppe im Seniorentreff
Fitness-Studio fürs Gehirn

Ladbergen -

Wer an den Seniorentreff denkt, dem kommen wohl Rentner eher in den Sinn als junge Erwachsene, die sich den Runden, die sich fast wöchentlich zum Karten spielen, Wandern oder Stricken treffen, angeschlossen haben. In der Schachgruppe finden sich nicht nur Senioren.

Freitag, 02.02.2018, 19:02 Uhr

Die Schach-Gruppe im Seniorentreff Wilhelm Tiemann, Ludwig Pils, Ali Almahdawi, Mostafa Siefaldien, Leo Andreev, Werner Stork und Friedrich Lepper (von links).
Die Schach-Gruppe im Seniorentreff Wilhelm Tiemann, Ludwig Pils, Ali Almahdawi, Mostafa Siefaldien, Leo Andreev, Werner Stork und Friedrich Lepper (von links). Foto: Luca Pals

Wer an den Seniorentreff unter der Leitung von Mechthild Teigeler denkt, dem kommen wohl Rentner eher in den Sinn als junge Erwachsene, die sich den Runden, die sich fast wöchentlich zum Karten spielen, Wandern oder Stricken treffen, angeschlossen haben. In der Schachgruppe, die sich jeden Montag von 16.30 bis 19 im Senioren-Stübchen in der Mühlenstraße trifft, finden sich nicht nur Senioren. Zu der Runde, die sich regelmäßig seit vielen Jahren zum Spiel am weiß-schwarzen Brett trifft, gehören seit kurzer Zeit auch drei junge Erwachsene: Leo Andreev , Mostafa Siefaldiem und Ali Almahdawi.

Letzterer lernte das Spiel mit Dame, König und Bauern bereits im Kindesalter von seinem Vater. Damals im Irak, heute in Ladbergen – die Regeln sind natürlich die Gleichen. Ali, seit zwei Jahren in Deutschland, bringt seinen beiden Freunden das Spiel und die Regeln bei, sie hören gut zu und spielen auch gegen die erfahrenen Nachbarn am Nebentisch.

Leo Andreev erklärt seine Schach-Begeisterung so: „Das Spiel ist wie ein Fitnessstudio fürs Gehirn. Die Gedanken müssen geordnet werden, das hilft auch beim Denken.“

Ein paar Jährchen länger dabei ist Ludwig Pils, der das wöchentliche Spielen unter alten Freunden als „freundschaftlichen Kampf gegen einen Partner“ bezeichnet. Spieler Friedrich Lepper kann nur bestätigen, was Andreev bereits sagte: „Schach regt zum Denken an.“ Im höheren Alter sei dies eine gute Möglichkeit, sich fit zu halten, meinen auch die anderen am Tisch. Und Wilhelm Tiemann erklärt: „Man muss sich nicht nur auf sein eigenes Spiel, sondern auch auf das des Gegners einstellen. Was macht der Gegner? Diese Frage muss man bei jedem eigenen Zug mit bedenken.“

Von Anfang an dabei ist Werner Stork. Er sagt: „2006 haben wir schon in Möllers Hof gespielt.“ Den Gang über die Straße zum Senioren-Stübchen haben sie aber bis heute nicht bereut.

Angesprochen wurde Ali Almahdawi von den Senioren. Sie sagen, das sei „Integration, wie sie besser kaum laufen kann“. Neu dazukommen können noch weitere ältere und auch jüngere Menschen mit und ohne Schach-Erfahrung, die Runde lässt sich gern auf sie ein, betonen die Männer.

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Wer Interesse am Schachspiel hat, der erfährt bei Werner Stork mehr über die Gruppe und die Modalitäten (' 0 54 85/28 53).

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