Vielseitigkeitsreiten
Leckerbissen für Pferdesportler

Ladbergen -

Der Freundeskreis Vielseitigkeitsreiten in Westfalen mit Sitz in Lippstadt startet ein neues Projekt. Wie die Verantwortlichen mitteilen, initiiert er eine „Vielseitigkeitsserie auf E-Niveau mit vier Stationen und dem Saisonfinale in Münster“. Involviert in die Veranstaltungsreihe ist auch der Hof Westerfeld in Ladbergen.

Sonntag, 28.01.2018, 22:01 Uhr

Große Freude bei den Beteiligten: Die ersten Schritte sind getan, die Vielseitigkeitsserie des Freundeskreises dieser Sportart wurde aus der Taufe gehoben. Hans Tegelmann (nicht im Bild) aus Ladbergen freut sich auf das Event im Juni.
Große Freude bei den Beteiligten: Die ersten Schritte sind getan, die Vielseitigkeitsserie des Freundeskreises dieser Sportart wurde aus der Taufe gehoben. Hans Tegelmann (nicht im Bild) aus Ladbergen freut sich auf das Event im Juni. Foto: Privat

Eines der großen Ziele des Freundeskreises Vielseitigkeitsreiten in Westfalen ist nach Auskunft des Vorstands seit jeher die Förderung von Reitern und Pferden im Basisbereich. Diesem Credo trägt der Verein nun in besonderer Weise Rechnung: Der Freundeskreis geht in Serie und startet eine Reihe von fünf Veranstaltungen der Klasse E (Reiter von 15 bis 17 Jahren). Auf vier in Westfalen verteilten Events können sich Reiter für das Finale in Münster qualifizieren.

Dr. Rainer Sprungmann, der Vorsitzende des Freundeskreises, freut sich auf das neue Projekt: „Mit dieser Serie schaffen wir für junge Reiter einen idealen Einstieg in den Vielseitigkeitssport. Besonders freut uns, neben den etablierten, wie dem Bielefelder Reit- und Fahrclub, auch neue Veranstalter für unsere Idee begeistern zu können.“

In Bielefeld werden am 6. Mai die ersten Wertungspunkte vergeben. Eine komplett neue Strecke erwartet die Reiter am 17. Juni auf dem Hof Westerfeld der Familie Tegelmann in Ladbergen. Auch die Reitervereine Schwartmecke (8. Juli) und Dortmund-Somborn (im August) werden zum ersten Mal eine Vielseitigkeitsprüfung auf ihren Anlagen ausrichten. Am letzten September-Wochenende wird das große Finale an der Westfälischen Reit- und Fahrschule in Münster ausgeritten.

Wie Hans Tegelmann vom Reiterhof Westerfeld im Gespräch mit den Westfälischen Nachrichten berichtet, ist es nicht das erste Mal, dass so eine Prüfung auf dem Gelände seines Betriebes stattfindet. „Wir hatten vor einigen Jahren bereits etliche tolle Prüfungen hier“, sagt er und freut sich, dass der Freundeskreis seinen Hof als Veranstaltungsort ausgewählt hat. Rainer Sprungmann und Parcours-Chef Michael Gola, der unter anderem auch Strecken für Geländerprüfungen für die Westfälische Reit- und Fahrschule in Münster-Handorf baue, seien zu Besuch gewesen und hätten befunden: „Euer Gelände ist ideal für die Veranstaltung.“

Hans Tegelmann erinnert im Gespräch mit den Westfälischen Nachrichten daran, dass Vielseitigkeitsreiten (Dressur, Springen und Geländeritt, auch bekannt unter dem Namen Military) olympisch Disziplin sei. Eines der Zentren für Vielseitigkeitsprüfungen sei Münster-Handorf. Dort reite unter anderem auch Ingrid Klimbke. Im Rahmen der vier geplanten Qualifikations-Prüfungen im Norden, Osten, Süden und Westen der Bundesrepublik könnten junge Reiter den Sommer über Punkte sammeln und sich für das Finale qualifizieren.

Bis die Prüfungen auf seinem Gelände stattfinden könnten, so Hans Tegelmann, gebe es für ihn und seine Helfer noch eine Menge Arbeit. „Es muss viel Material herangeschafft werden, um den Parcours aufzubauen. Unter anderem werden Bäume transportiert. Dabei helfen uns zum Glück Freunde, die über schweres Arbeitsgerät verfügen“, sagt der Fachmann. „Wir sind alle hoch motiviert.“

Vielseitigkeitsprüfungen, so Tegelmann weiter, unterschieden sich von vielen anderen Turnieren, die „auf ländlicher Ebene“ stattfänden und bei denen es in erster Linie um „springen über bunte Hindernisse“ gehe, ohne diese abwerten zu wollen. „Die Vereine machen es, weil der Aufbau eines Vielseitigkeits-Parcours mühsam ist und oft die Voraussetzungen nicht gegeben sind“.

Für das Event am 17. Juni rechne er mit der Teilnahme von „Reitern von weither“ und vielen Zuschauern, „weil es nur wenige Veranstaltungen dieser Art gibt“. Für den Freundeskreis hat Hans Tegelmann Lob parat. „Was diese Leute tun, spricht mich sehr an“, sagt er. „Das sind vernünftige Menschen, die mit Realismus zu Werke gehen.“

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