Neue Schiedsmänner
„Schlichten ist besser als richten“

Ladbergen -

Rund 15 Jahre lang haben Heinz Haarlammert und Klaus Kätker als Schiedsmänner Nachbarschaftsstreitigkeiten geschlichtet. Nun gaben sie ihre Aufgabe in andere Hände. Hermann-Josef Hötzel und Frank Niemeier wurden als ihre Nachfolger vereidigt.

Mittwoch, 24.01.2018, 23:01 Uhr

Amtswechsel: Udo Decker-König (links) und Karin Gabriel (dritte von rechts) dankten Heinz Haarlammert und Klaus Kätker (2. und 3. von links) für ihre Arbeit als Schiedsmänner. Sie begrüßten als Nachfolger Frank Niemeier und Hermann-Josef Hötzel (von rechts)..
Amtswechsel: Udo Decker-König (links) und Karin Gabriel (dritte von rechts) dankten Heinz Haarlammert und Klaus Kätker (2. und 3. von links) für ihre Arbeit als Schiedsmänner. Sie begrüßten als Nachfolger Frank Niemeier und Hermann-Josef Hötzel (von rechts).. Foto: Anne Reinker

Einen Streit aus der Welt zu schaffen, ohne dafür Behörden und Gerichte einzuschalten, das dürfte nicht nur ein Wunsch so mancher Widersacher sondern auch im Sinne des Amtsgericht sein. Getreu dem Spruch: „Schlichten ist besser als richten“.

Zwei, die sich eben dafür in den vergangenen 15 Jahren eingesetzt haben, sind Heinz Haarlammert und Klaus Kätker . Als Schiedsmänner schlichteten sie Nachbarschaftsstreitigkeiten und sorgten so manches Mal für Harmonie. Nun gaben sie ihre Aufgabe in andere Hände. Hermann-Josef Hötzel und Frank Niemeier wurden als ihre Nachfolger vereidigt.

Großes Lob und Dankesworte begleiteten die Verabschiedung von Heinz Haarlammert und Klaus Kätker. „Ihr beide ward persönlich und fachlich die beste Wahl“, sagte Udo Decker-König. In der Verwaltung seien ihm in dieser Zeit keine Schiedsfälle bekannt geworden. „Ihr habt absolut geräuschlos gearbeitet“, freute sich der Bürgermeister. Nach geeigneten Nachfolgern habe die Verwaltung lange suchen müssen.

Gefunden wurden sie in Hermann-Josef Hötzel und Frank Niemeier. Karin Gabriel, Direktorin des Amtsgerichts Tecklenburg, vereidigte die Ladberger in ihrer Funktion als Schiedsmänner. „Es ist eine gute und schöne Aufgabe“, befand sie im Rahmen der Urkundenverleihung, und bot Unterstützung, etwa in Form von Treffs mit anderen Schiedsmännern, an.

Klaus Kätker hatte aus seiner langjährigen Tätigkeit Tipps für die Nachfolger parat. „Wichtig sind ein gesunder Menschenverstand, zuhören, überparteilich sein und Empathie zu zeigen“, sagte er. Zudem müsse die Ursache für jede Streitigkeit zunächst näher erforscht werden. „Oft sind es Auseinandersetzungen, weil die Parteien nicht miteinander gesprochen haben“, fügte Karin Gabriel hinzu. „Dann muss der Kern des Ganzen gefunden werden.“

Drei- bis viermal im Jahr seien die Schiedsleute angefragt worden, erläuterte Klaus Kätker. Durch gemeinsame Gespräche konnten die Auseinandersetzungen geklärt werden. Ob die Zweige, die über den Gartenzaun hängen oder der Wildwuchs über die Grundstücksgrenze hinaus: „Es ging immer um Hecken, Bäume und Sträucher“, so Kätker. Da mittlerweile vieles in Nachbarschaftsgesetzen geregelt sei, werde die Hilfe eines Schiedsmannes nicht mehr so häufig benötigt wie früher. „Vier Verfahren hatten wir in der ganzen Zeit, die offiziell verhandelt werden mussten“, erklärte Klaus Kätker.

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