Haushaltsplan 2018 verabschiedet Das Sparschwein wird dünner

Ladbergen -

Die Gemeinde öffnet im kommenden Jahr ihr Sparschwein und schüttelt viele Euro heraus. Insgesamt sollen 2018/2019 rund 3,4 Million Euro investiert werden. Darüber sind sich die Ratsfraktionen, die den Haushalt 2018 einstimmig verabschiedet haben, einig.

Von Sigmar Teuber

Die Gemeinde öffnet im kommenden Jahr ihr Sparschwein und schüttelt viele Euro heraus. Insgesamt sollen 2018/2019 rund 3,4 Million Euro investiert werden. Darüber sind sich die Ratsfraktionen, die den Haushalt 2018 einstimmig verabschiedet haben, einig. Das meiste Geld (etwa 1,7 Million Euro) wird in die energetische Sanierung und den Umbau der Sporthalle und der Grundschule fließen. Dank verschiedener Förderprogramme von Bund und Land beträgt der Eigenanteil der Gemeinde Ladbergen allerdings lediglich zirka 850 000 Euro. Darüber hinaus stehen Ausgaben für den Straßenbau, Spielplätze, die Erschließung von Wohngebieten, die Kläranlage und anderes auf dem Plan.

Läuft es also „rund“ für das Heidedorf? Vordergründig schon, attestierte Kämmerer Eckhard Schöer doch einen Überschuss von knapp 16 000 Euro im Haushaltsjahr 2016 (WN berichteten), und Udo Decker-König stellte fest, dass sich „die finanzielle Situation der Gemeinde Ladbergen in den vergangenen beiden Jahren positiv entwickelt hat“. Dennoch, so der Bürgermeister, weisen der Haushaltsplan 2018 sowie die Planungen für die Jahre 2019 und 2020 unter dem Strich negative Ergebnisse aus. Erst 2021 soll der Gemeindehaushalt wieder ausgeglichen sein. „Sparen“, sagt der Verwaltungschef, bleibe darum weiter das höchste Gebot.

„Überwiegend richtige und in die Zukunft weisende Entscheidungen“ seien bei der Aufstellung des Haushaltsplanes getroffen worden, bescheinigte Jens Tiemann ( FDP ) der Verwaltung. Die Investitionen gingen in die richtige Richtung. Dennoch dürfe man nicht vergessen, dass der Haushalt auch im Jahr 2018 wieder ein Defizit ausweise, mahnte Jörg Berlemann (Grüne). Das falle zwar mit 277 331 Euro deutlich geringer aus als in den vergangenen Jahren. „Trotzdem zwingt es uns zu einem weiterem konsequenten Sparkurs“, sagte der Politiker.

Sind sich die Fraktionen beim Thema „Sanierung der Hauptschule“ einig, so gibt es bei anderen Vorhaben Meinungsverschiedenheiten. Zum Beispiel über einen Antrag der FDP, den Personalbedarf für den Bauhof und Möglichkeiten des Outsourcings durch eine studentische Unternehmensberatung prüfen zu lassen (WN berichteten). Hier sind CDU, SPD und FDP sicher: „Die Verwaltung hat die Personalplanung im Griff“ (Lothar Kröner, CDU) und „Die Ausgabe ist nicht notwendig“ (Jörg Berlemann, Grüne).

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