„Elferrat LA“ stürmt die Verwaltung Narren übernehmen die Macht

Ladbergen -

11. 11., 11 Uhr 11. Für Narren ein wichtiges Datum: Die fünfte Jahreszeit beginnt. Nicht nur in den Karnevalshochburgen wird die Reihenfolge Frühling, Sommer, Herbst, Karneval, Winter genannt. Auch in Ladbergen gibt es ein kleines Grüppchen Unverdrossener, das sich alle Jahre wieder auf diesen Tag freut. Schließlich dürfen sie dann das Rathaus stürmen.

Von Sigmar Teuber
Erschöpft, aber glücklich: Nach erbittertem Kampf haben die Ladberger Karnevalisten auch diesmal den Rathausschlüssel erobert. Bürgermeister Udo Decker-König (3. von links) und dessen Crew musste sich geschlagen geben.
Erschöpft, aber glücklich: Nach erbittertem Kampf haben die Ladberger Karnevalisten auch diesmal den Rathausschlüssel erobert. Bürgermeister Udo Decker-König (3. von links) und dessen Crew musste sich geschlagen geben. Foto: Günter Schröer

Dass der 11. im 11. diesmal ein Samstag war, störte dabei nicht. Wie Udo Decker-König berichtet, haben viele Verwaltungsmitarbeiter unentgeltlich Überstunden geschoben, um den Angriff des „Elferrat LA“ abzuwehren. Was ihnen ebenso wenig gelang wie in den Vorjahren. Plangemäß wurde der Bürgermeister entmachtet, und die Narren übernahmen das Ruder.

Die Crew im Rathaus hatte einen Vorwand gefunden, der zum einen ihren Aufenthalt im Verwaltungsgebäude am Wochenende erklärte und ihr zum anderen Waffen in die Hände gab: Offiziell leistete sie Renovierungsarbeiten, als rund 80 Karnevalisten aus den Reihen des „Elferrat“ anrückten. Mit Pinseln und Spachteln setzten sich die Hausherren dann zur Wehr und gaben sich redlich Mühe, die Angreifer von ihrem Vorhaben abzuhalten. Nach zähem Kampf mussten sich die wackeren Frauen und Männer allerdings geschlagen geben. Die Narren drangen in die Gemächer des Bürgermeisters ein und stibitzten ihm den Rathausschlüssel.

Mit dem Kampfruf „Ladbergen Helau“ verkündete der 11. Narrenkappenträger in Ladbergen, Helmut Gollan, die Machtübernahme und das Motto der Session im Heidedorf, welches „Jamaika“ heißt. Damit war die Frage, wer zurzeit im Ort regiert, eindeutig beantwortet: natürlich das Narrenvolk.

Wie gewohnt kam es am Ende zur Verbrüderung von Freund und Feind: Nachdem der Rathausschlüssel erobert und der symbolische Karnevalisten-Schlüssel aufgehängt war, wurde gemeinsam gefeiert, gesungen und getanzt.

Na dann: Helau!

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