Projekt des zdi Zentrums
Physik muss nicht trocken sein

Kreis Steinfurt/Rheine -

Physikunterricht ist oft sehr theoretisch. Jetzt haben sich einige Schüler des Gymnasiums Dionysianum in Rheine an einem Projekt beteiligt. Die Aufgabe: die Unterrichtsinhalte sollten filmisch dargestellt werden.

Mittwoch, 03.01.2018, 14:01 Uhr

Das Video erhält den letzten Feinschliff kurz vor der Fertigstellung.
Das Video erhält den letzten Feinschliff kurz vor der Fertigstellung. Foto: Kreis Steinfurt

Einen außergewöhnlichen Weg, Jugendlichen die manchmal etwas nüchternen MINT-Themen nahe zu bringen, hat jetzt das zdi-Zentrum Kreis Steinfurt gewählt, das bei der Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft Steinfurt (WESt) angesiedelt ist. Neun Schüler der zehnten Klasse des Gymnasiums Dionysianum Rheine erstellten in einem viertägigen Workshop einen Film.

Das Kreativteam befasste sich mit einer Videoproduktion und den damit verbundenen Elementen wie dem Darstellen von physikalischen Zusammenhängen als Film, heißt es in einer Mitteilung.

  In der Kreativphase wurde der Filminhalt definiert. Ein Drehbuch wurde entworfen. Dies beinhaltet auch Konzeption und Umsetzung physikalischer Experimente, in die sich die Jugendlichen selbstständig einarbeiteten. 

Bei der Post-Produktion wurden die Sequenzen gesichtet und per Schnitt und Animation zu einem Film zusammengefügt. Jana erzählte begeistert, dass es interessant sei, das Thema Physik in einem Video darzustellen. „In der Theorie ist Physik nämlich viel langweiliger als in der Praxis.“ Ihr Team hat sich die Frage gestellt „Wie funktioniert Schwarzlicht?“ und erklärt im Video, was UV-Strahlung auslöst.

Lehrer Markus Heeke, der das Projekt betreut: „Das Projekt ermöglicht Einblicke in die digitalisierte Welt und hilft den Schülern bei der selbstständigen Entscheidungsfindung und den möglichen Realisierungsstrategien eines komplexen Films, auch unter Berücksichtigung der rechtlichen Anforderungen.“

 Im Mittelpunkt des Angebots stehen die Vermittlung und Vertiefung beruflicher Kenntnisse in der Videoproduktion. Das externe Film- und Physikerteam von Lekkerwissen aus Köln begleitete den Workshop und unterstützte die jungen Leute dabei, eigene Interessen und Kompetenzen zu erkennen.

Simon sieht den Mehrwert sowohl beim handwerklichen Arbeiten als auch beim physikalischen Verständnis. Er ist selbst studierte Lehrkraft und weiß, dass Physik für Schüler meist sehr trocken ist. „Ohne das zdi-Zentrum Kreis Steinfurt wäre dieses Projekt nicht möglich gewesen, die Resultate können sich sehen lassen“, zeigte er sich sehr zufrieden.

Auch Gabi Wenke vom zdi-Zentrum Kreis Steinfurt ist begeistert: „Der hohe Realitätsbezug – Jugendliche werden YouTuber – und die handlungsorientierende Arbeitsweise sind eine tolle Möglichkeit, MINT-Themen spannend darzustellen.“

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