Neuer Ausbildungsgang in Rheine
Ein Zeichen für die Pflege

Kreis Steinfurt -

Strategien zu entwickeln, den absehbaren Mangel an Hausärzten zu begegnen, zählen zu den großen Herausforderungen, mit denen sich Politik und Verwaltung zurzeit intensiv im Kreis Steinfurt beschäftigen. Darüber hinaus wird in der Diskussion um die Zukunft der medizinischen Versorgung immer wieder auch über eine steigende Nachfrage nach Fachkräften in den Gesundheitsberufen gesprochen. Die Stiftung Mathias-Spital Rheine setzt in diesem Zusammenhang ein Zeichen, den Bedarf zu entsprechen.

Mittwoch, 27.12.2017, 16:12 Uhr

Gesundheitsberufe sind gefragter denn je. Die Nachfrage nach Fachkräften wird in diesem Bereich weiter steigen. Mit einem neuen Ausbildungsgang an der Schule für Pflegeberufe im Kreis Steinfurt soll dieser Entwicklung Rechnung getragen werden.
Gesundheitsberufe sind gefragter denn je. Die Nachfrage nach Fachkräften wird in diesem Bereich weiter steigen. Mit einem neuen Ausbildungsgang an der Schule für Pflegeberufe im Kreis Steinfurt soll dieser Entwicklung Rechnung getragen werden. Foto: N.N.

Strategien zu entwickeln, den absehbaren Mangel an Hausärzten zu begegnen, zählen zu den großen Herausforderungen, mit denen sich Politik und Verwaltung zurzeit intensiv im Kreis Steinfurt beschäftigen. Darüber hinaus wird in der Diskussion um die Zukunft der medizinischen Versorgung immer wieder auch über eine steigende Nachfrage nach Fachkräften in den Gesundheitsberufen gesprochen. Experten warnen davor, dass sich aufgrund des demografischen Wandels schon in absehbarer Zeit auch in diesem Bereich große Lücken in der Region auftuen werden, sollte nicht gegengesteuert werden. Schon jetzt sind Gesundheitsberufe gefragter denn je.

Die von der Stiftung Mathias-Spital getragene Zentrale Schule für Pflegeberufe im Kreis Steinfurt setzt in diesem Zusammenhang ein Zeichen. Die Bildungseinrichtung mit Sitz in Rheine wird am 1. Mai 2018 ihr Programm mit einer einjährigen Ausbildung der Gesundheits- und Krankenpflegeassistenz erweitern. Die Ausbildung, so erläutert Schulleiter Andreas Holtmann das Konzept, teilt sich in Unterrichts- und Praxiseinheiten auf: In schulischen Blockphasen werden grundlegende pflegerische und medizinische Inhalte vermittelt und wird die Theorie mit praktischen Übungen sinnvoll verknüpft. Ziel ist es, den Auszubildenden Sicherheit für den beruflichen Alltag zu verleihen.

Darüber hinaus sind Praxisphasen in der Chirurgie und der Inneren Medizin Bestandteil der einjährigen Berufsausbildung vorgesehen. Abgerundet werden die Einsätze mit einer Hospitation in der ambulanten Pflege. Begleitet und unterstützt werden die Auszubildenden durch geschulte Praxisanleiter auf den Stationen und in der ambulanten Versorgung. Dadurch soll der Theorie-Praxis-Transfer gelingen. Die Schule für Pflegeberufe betont in diesem Zusammenhang, dass großer Wert im Ausbildungsverlauf auf die individuelle Lernbegleitung gelegt wird.

Zugangsvoraussetzungen, um die Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpflegeassistenz aufnehmen zu können, sind ein Hauptschulabschluss oder eine gleichwertige Schulbildung. Eine abgeschlossene Berufsausbildung befähigt ebenfalls zur Aufnahme. Darüber hinaus müssen Bewerber ihre gesundheitliche Eignung zur Ausübung dieses Berufes nachweisen. Eine Altersbeschränkung gibt es nicht. So bietet die Ausbildung auch Quereinsteigern eine aussichtsreiche Perspektive. „Wer sich beruflich neu orientieren will, ist also willkommen“, schreibt Andreas Holtmann.

Nach erfolgreich bestandener Abschlussprüfung würden sich vielseitige Möglichkeiten für eine Tätigkeit im Bereich der Gesundheits- und Krankenpflegeassistenz beispielsweise in Krankenhäusern oder in Alten- und Pflegeeinrichtungen eröffnen. Alternativ dazu bietet die Zentrale Schule für Pflegeberufe dreimal jährlich die Gesundheits- und Kranken-pflegeausbildung (Ausbildungsdauer drei Jahre) an.

Zum Thema

Gerne stehen Mitarbeiter der Zentralen Schule für Pflegeberufe für ein unverbindliches Informationsgespräch unter ' 0 59 71/ 42 11 11 zur Verfügung. Zusätzlich findet am 4. Januar (Donnerstag) von 15 bis 16 Uhr eine Infoveranstaltung rund um pflegerische Berufe in der Schule, Ecke Dutumer Straße/Sprickmannstraße, statt.

...

Anzeige
Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5383282?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F1808502%2F
Wie hilfreich ist der Begleitservice des Vereins „Frauennotruf“?
Telefon-Hotline: Wie hilfreich ist der Begleitservice des Vereins „Frauennotruf“?
Nachrichten-Ticker