Grüterschule Rheine Die Praxis mehr fördern

Kreis Steinfurt -

Die Grüterschule in Rheine hat eine Kooperation mit der Kreishandwerkerschaft abgeschlossen. So sollen die Förderschüler besser eine berufliche Orientierung finden können.

Wenn die Leonardo-Brücke fertig ist, können die Schüler auch darüber laufen – eine Erfahrung aus der Arbeit in der Holzwerkstatt.
Wenn die Leonardo-Brücke fertig ist, können die Schüler auch darüber laufen – eine Erfahrung aus der Arbeit in der Holzwerkstatt. Foto: Martin Kammer

„Die berufliche Orientierung stellt für unsere Schüler eine besondere Herausforderung dar“, sagt Sabine Schillack . Sie ist Leiterin der Grüterschule, einer Förderschule des Kreises mit dem Förderschwerpunkt Lernen. „Was kann ich?“, „Was möchte ich?“ oder „Welche Chancen habe ich?“ sind wichtige Fragen, die sich in den letzten Schuljahren stellen. „Die Beschäftigung mit diesen Fragen hat die Auseinandersetzung mit den eigenen Stärken und Schwächen, aber auch mit der eigenen Motivation und Wünschen zur Folge“, erläutert die Schulleiterin. Das gehe am leichtesten über möglichst viele Einblicke in verschiedene Arbeitsbereiche, deren Bedingungen und Anforderungen. Ziel sei es, neben dem Training der Schlüsselqualifikationen realistische Vorstellungen von der eigenen beruflichen Zukunft zu entwickeln.

Seit Beginn des Schuljahres 2017/2018 können die Schüler der Praxisklasse des Jahrgangs 10 ihre praktischen Fähigkeiten und Fertigkeiten regelmäßig einmal wöchentlich in verschiedenen Werkbereichen der Kreishandwerkerschaft am Standort Rheine erproben und erweitern. Die Holzwerkstatt bietet dazu unter Anleitung eines Meisters interessante und vielfältige Möglichkeiten. Wie baut man beispielsweise eine Brücke aus Holz ohne Nägel und Schrauben, die aber trotzdem so stabil ist, dass sie einen Jugendlichen trägt?

Die Leonardo-Brücke ist eine Bogenkonstruktion, die erstmals in Form einer Skizze von dem italienischen Künstler und Erfinder Leonardo da Vinci dokumentiert wurde. Die Grundidee besteht in der Übertragung des Flechtprinzips auf starre Bauteile. So stützen sich die Bauteile durch geschickte Verschränkung gegenseitig. „Und die Jugendlichen trainieren ihr räumliches Vorstellungsvermögen, ihre Konzentration, Geschicklichkeit und natürlich den Teamgeist“, hebt Sabine Schillack hervor.

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