Feuerwerk der guten Laune
Mit dem richtigen Lachen klappt alles

Horstmar-Leer -

Fast 100 Frauen genossen das tolle Programm der Kfd Leer an Weiberfastnacht bei Selker. Dort erlebten die Besucherinnen ein buntes Programm, das zahlreiche Akteurinnen aus den eigenen Reihen gestalteten. Drei Stunden lang wurde gelacht und geschunkelt.

Freitag, 09.02.2018, 11:02 Uhr

Hohen Besuch gab es vom Prinzenpaar Patric und Stephanie Brigden, das der Kfd Leer natürlich gerne seine Aufwartung machte.
Hohen Besuch gab es vom Prinzenpaar Patric und Stephanie Brigden, das der Kfd Leer natürlich gerne seine Aufwartung machte.

Ein Feuerwerk der guten Laune brannten die bunt kostümierten Frauen der Kfd Leer an Weiberfastnacht im närrisch geschmückten Saal der Gastwirtschaft Selker ab. Beinahe 100 Närrinnen erlebten begeistert ein abwechslungsreiches, unterhaltsames Programm. Sogar die „Älschke Rotte“, die jeweils im Vereinslied des Alster Schützenvereines besungen wird, war gekommen und macht lauthals von sich reden. Dafür sorgten die Bewohnerinnen von vor und hinter der Bahn.

Drei Stunden lang wurde gelacht und geschunkelt. Die Besucherinnen sangen begeistert alte und neue Schlager, und das alles a cappella. Sollte der Leerer Kirchenchor einmal Nachwuchsprobleme bekommen, könnte er aus den Reihen der Leerer Kfd Unterstützung bekommen – das als Hinweis an den Vorsitzenden Johannes Feldkamp .

Mit viel Charme und Witz führte Teamsprecherin Agnes Telgmann (Alst) durch das Programm, unterstützt von ihren Vorstandsfrauen, dieses mal komplett in Clown-Kostümen. Wie es sich für eine Katholische Frauengemeinschaft gehört, wurde zunächst einmal das Glaubensbekenntnis gebetet. Man glaubte an den Sekt, kommend aus der Sektkellerei, der niederrinne in die Mägen und aufsteigen werde in die Gehirne, wo er bis zum nächsten Morgen zu Verwirrung führte.

Viel Mühe hatte sich das Team mit den Vorbereitungen gemacht und eigens einen ganzen Tag einen Lachjoga-Kursus belegt. Davon profitierten die Besucherinnen im Saal. So machten alle bei den verschiedenen Lachformen, wie etwa dem Handy-, dem Hühner-, dem Höflichkeits- oder dem Pinguinlachen mit. Nachdem so die Lachmuskeln gelockert worden waren, ging es Schlag auf Schlag weiter.

Den ersten Höhepunkt setzte bereits Maria Vors­pohl. Sie wollte eigentlich nach Kevelaer wallfahrten, war jedoch in den „Klingenden Rheinländer“eingestiegen und landete an der Drosselgasse in Rüdesheim. Ihre Erlebnisse mit dem dicken Heinrich gab sie dabei zum besten.

Das Schöne am Leerer Kfd-Karneval ist immer wieder, dass viele lokale Ereignisse aufgetischt werden. So auch ein Erlebnis in der Leerer Marienschule. Der schlaue Schüler Anton (Agnes Wenning) sollte getestet werden, um eine Klasse zu überspringen. Er musste Fragen der Klassenlehrerin Ruth Hambrock (Martina Gerdes) und der Schulleiterin Walburga Lutter (Monika Gerdes) beantworten. „Die Fragen hätte ich nicht beantworten können“, so die Aussage der begeisterten Schulleiterin, die Anton deswegen gleich zwei Klassen überspringen ließ.

Lokalkolorit gab es dann auch bei Anna (Anni Füchter) und Hanna (Hanne Wilming). So erfuhren die Damen, dass ein Leerer Bürger jeden Morgen nach Burgsteinfurt fährt, um Mottenkugeln zu kaufen, „weil die Motten so schlecht zu treffen sind“. Dann habe es auf dem Friedhof die erste Auferstehung gegeben, als zwei Männer nach durchzechter Nacht auf eben diesem erwachten.

Ein wenig aus der Leerer Geschäftswelt und deren Angeboten wurden bei Margot Jesses Vortrag bekannt. Sie suchte vergeblich nach heißen Höschen bei der Firma von Welt (Seilerei Hölscher) bei Metallbau Stephan Hölscher und in der Schreinerei Heinz Niehues, doch vergeblich. Der Gang zum Hause Loreto sei ebenfalls erfolglos geblieben, bedauerte sie.

Ein neuer Stern im Kfd-Karneval ging mit Karin Haverkock als „Lokus-Frau“ auf. Dank ihrer Geschäftsideen mit 25 Sorten Toilettenpapier, dem Fließband mit direkter Zuführung zu den Toiletten, den Einheitspreisen für verschiedene Berufe und eingeführter Monatskarte hatte sie es schließlich zu zehn Filialen gebracht.

„Wieder mal sind wir zu haben, wieder mal sind wir plötzlich ganz allein, doch wer unsere Männer wirklich kannte, sieht keinen Grund zum traurig sein“, sangen die Witwen (Hedwig Niehues, Hanne Wilming, Annette Deitermann und Anni Füchter). All ihre Partner waren keines natürlichen Todes gestorben. Ein Glanzlicht des gelungenen Festes setzte Prinz Bredo I mit seiner Prinzessin Stephi I. und dem Gefolge beim Einmarsch in den Saal. Ein Dank galt allen Aktiven, sie wurden mit dem Hausorden der Kfd bedacht, insbesondere Anni Füchter, denn sie war für die Aufstellung des Programmes verantwortlich.

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