Tolle Stimmung
Dreistufige Raketen ohne Ende

Horstmar -

„Von der Alst bis zum Duwendahl – Concordia feiert überall“ lautete das Motto des Bütt- und Shownachmittags, zu dem die Schützengesellschaft ins Vereinshaus der Katharinen eingeladen hatte. Dort erlebten die Besucher einige unvergessliche Stunden. So stieg beispielsweise Bürgermeister Robert Wenking im Respekt gebietenden Piratenkostüm in die Bütt und hatte selbstverständlich den Rathausschlüssel im Gepäck, den die Concorden, Katharinen und Burgfrauen bei ihrem Sturm aufs Rathaus am Rosenmontag brauchen.

Montag, 05.02.2018, 09:02 Uhr

Die Burgkathrinchen legten sich voll ins Zeug. Sie waren ein echter Augenschmaus für die Zuschauer.
Die Burgkathrinchen legten sich voll ins Zeug. Sie waren ein echter Augenschmaus für die Zuschauer. Foto: NIx

Superstimmung bei den Concorden. Bereits eine Woche vor den „drei tollen Tagen“ präsentierten sie am Samstag unter dem Motto „Von der Alst bis zum Duwendahl – Concordia feiert überall“ ihren Bütt- und Shownachmittag. Die Katharinen stellten ihr Vereinshaus zur Verfügung, ab 17.11 Uhr ging von der ersten Minute an die Post ab.

Georg, Mario, Christian und Dominik führten souverän durch das Programm, einen bunten Mix aus Büttenreden und Showtanz. Der Saal war voll, das Publikum gut drauf und so manche dreistufige „Rakete“ hob an diesem Nachmittag ab. Ein Karnevalsprinz saß leider nicht in der Mitte des Elferrates, dafür gab das Kinderprinzenpaar der Katharinen, Jan und Lilly, sich die Ehre.

„Feiert wie die Kinder, fühlt Euch frei, am Aschermittwoch ist wieder alles vorbei“, lautete ihr weiser Rat an die Narrenschar. Gleich schloss sich zum Lied „Rot sind die Rosen“ eine erste Schunkelrunde an, die alle von den Sitzen riss.

Bürgermeister Robert Wenking erschien im Respekt gebietenden Piratenkostüm und hatte selbstverständlich den Rathausschlüssel im Gepäck. Den brauchen die Concorden, Katharinen und Burgfrauen am Rosenmontag zum gemeinsamen „Sturm“ auf die Verwaltung.

Wenking nahm in seiner Büttenrede das „Polit-Karussell“ in Berlin aufs Korn. Jens Spahn ließ er wünschen: „Es muss doch endlich glücken, Angie in den Ruhestand zu schicken“; Erdogan, das Gerangel um die „Groko“, alle bekamen ihr Fett weg. In dem Problem von Arzneimittel-Mikroschadstoffen im Wasser sieht Wenking allerdings die Chance auf einen schwunghaften Handel. Er schlug vor, dass kühle Nass in Flaschen abzufüllen und als „Quelle der Gesundheit“ zu verkaufen. „Besiegt sind Gicht und Schmerzen“, prophezeite der Bürgermeister und verteilte gleich ein paar Fläschchen. Eine kühne Vision, die als närrische Idee wohl eine solche bleiben wird.

Höhepunkt war der Auftritt von „Bauer Heinrich Schulte-Brömmelkamp“ aus Kattenvenne, der allerdings weder das Schäferlied sang, noch beim TV-Format „Bauer sucht Frau“ mitmacht. Er hat schließlich seine „Erna“. Stilecht mit Cordhose, Cordhut und blauer Jacke stiefelte er über die Bühne. Keiner war vor seinen Gags sicher, weder die Moderatoren noch der Bürgermeister und nicht einmal die Geistlichkeit. Wenking und Prädikant Alexander Becker wurden schnell zu „Don Camillo und Peppone“.

Bauer Heinrichs Besuch des „Drive in“ einer bekannten Systemgastronomie mit dem Maishäcksler endete im Desaster und die Burger sagten ihm auch nicht zu. Die Qualität der Beziehung zu seiner Frau lässt Böses ahnen: „Die Ehe ist auch eine Form der Koalition, einer geht immer drauf“, sagte er nach einem Ausflug in die Politik. Die Pastoralreferentin Carmen Gündling stieg als „Marie aus Paris“ in die Bütt und berichtete mit hinreißendem französischen Akzent ein wenig schräg über die Erschaffung des ersten Menschen.

So richtig was fürs Auge waren die Showtänze der Burgkathrinchen, der Katharinen-Garde und des Solomariechens Theresa Ruck. Ein weiterer Höhepunkt: der Gesang der „Kintruper“ aus Altenberge, bevor der Nachmittag in einen bunten Kostümball mündete.

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