Sozialer Wohnungsbau
Die Stadt soll den Bedarf ermitteln

Horstmar -

Dass in Horstmar und Leer preiswerter Wohnraum fehlt, haben die SPD und die Grünen bemängelt, die ebenso wie Norbert Gesing in einem Bürgerantrag Abhilfe fordern. Die Problematik war jetzt Thema im Bau-, Planungs- und Umweltausschuss. Das Fachgremium bat die Stadtverwaltung den Bedarf zu ermitteln und ein Konzept aufzustellen.

Donnerstag, 01.02.2018, 18:02 Uhr

Da der Bedarf an preiswertem Wohnraum für einkommensschwache Familien, Einzelpersonen und anerkannte Asylbewerber in der Burgmannsstadt künftig steigen wird, werden die Forderungen, dass sich die Stadt im Sozialen Wohnungsbau engagiert, lauter. Entsprechende Anträge haben die SPD und die Grünen gestellt. Um diese und um den Bürgerantrag von Norbert Gesing (wir berichteten) ging es in der jüngsten Sitzung des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses.

Dass die Stadt im Zeitraum von 2014 bis 2017 insgesamt 30 Sozialwohnungen – verteilt über den Stadtwall, den Borghorster Werg und in der Straße „Zum Esch“ in Leer – geschaffen hat, betonte Bürgermeister Wenking, der den Vorwurf des „eklatanten Mangels“ so nicht stehen lassen wollte. Zudem würden sechs Wohnungen an der Bahnhofstraße (Alte Molkerei) geschaffen. Verglichen mit den Mieten in Münster, Altenberge und Laer könne man in Horstmar nicht von „unbezahlbaren Wohnraum“ vor Ort sprechen, versuchte Wenking auch diese Kritik zu entschärfen.

„Sie dürfen nicht vergessen, wie teuer Bauen im Moment ist“, warnte der Verwaltungschef davor, dass die Stadt selbst als Bauherr auftritt. Besser sei es, private Investoren zu suchen und die privaten Immobilien-Eigentümer zu bitten, in ihre eigene Gebäudesubstanz zu investieren.

„Wir brauchen bezahlbaren Wohnraum für alle“, griff CDU-Fraktionsvorsitzender Winfried Mollenhauer die Forderungen der Antragsteller auf, die die Kommune an ihre Pflicht der Daseinsfürsorge erinnert hatten. Die Verwaltung solle erst einmal den Bedarf ermitteln, dann ein Konzept erstellen und denn mit privaten Investoren sprechen, schlug der Christdemokrat vor.

SPD-Fraktionsvorsitzender Michael Kaiser regte an, einen Fachmann des Kreises Steinfurt einzuladen, um sich um die Förderungsmöglichkeiten des sozialen Wohnungsbau aufklären zu lassen. Wenn das Prinzip „Privat vor Staat“ in diesem Bereich nicht funktioniere, sei die Stadt gefordert. Ähnlich argumentierte Grünen-Fraktionsvorsitzende Annette Sonneborn. Sollten die Stadt beziehungsweise die GIWO sich nicht in der Lage sehen, als Bauherr zu fungieren, könnten sie Investoren ansprechen, die sich auf diesen Bereich spezialisiert haben.

Grüne und SPD forderten die Stadt in ihren Anträgen auf, zu ermitteln, wo in Horstmar und Leer noch Grundstücke für den sozialen Wohnungsbau zur Verfügung stehen.

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