Strategien für eine Jugendgerechte Gesellschaft
Stadt setzt sich für ihre Jugend ein

Horstmar -

Die Burgmannsstadt beteiligt sich am bundesweiten Projekt „Jugendgerechte Kommune“. Während eines Pressetermins am Dienstagmorgen im Historischen Rathaus in Horstmar haben die Jugendamtsleiterin des Kreises Steinfurt, Roswitha Reckels, und Bürgermeister Robert Wenking die entsprechende Kooperationsvereinbarung unterschrieben, die beide Seiten zu Partnern macht. Sie interessiert, wie man die Jugend am Ort halten, wie man sie an politischen Prozessen beteiligen und die Attraktivität ihres Lebensortes steigern kann.

Dienstag, 30.01.2018, 22:01 Uhr

Bürgermeister Robert Wenking und Jugendamtsleiterin Roswitha Reckels (r. vorne) unterzeichneten am Dienstagmorgen im Historischen Rathaus die Kooperationsvereinbarung zwischen der Stadt Horstmar und dem Jugendamt des Kreises Steinfurt für das Projekt „Jugendgerechte Kommune“. An der Umsetzung sind auch Jugendamts-Mitarbeiterin Sonja Mester (hinten l.) und Praktikantin Katharina Teupen beteiligt.
Bürgermeister Robert Wenking und Jugendamtsleiterin Roswitha Reckels (r. vorne) unterzeichneten am Dienstagmorgen im Historischen Rathaus die Kooperationsvereinbarung zwischen der Stadt Horstmar und dem Jugendamt des Kreises Steinfurt für das Projekt „Jugendgerechte Kommune“. An der Umsetzung sind auch Jugendamts-Mitarbeiterin Sonja Mester (hinten l.) und Praktikantin Katharina Teupen beteiligt.

„Durch das Projekt bekommen wir Drive in die Thematik“, freute sich die Jugendamtsleiterin über die Initiative, an der sich insgesamt 18 Kommunen – dazu gehört beispielsweise auch die Gemeinde Laer – beteiligen.

Die vier Handlungsfelder, denen sich das Projekt verschrieben hat, schilderte Jugendamts-Mitarbeiterin Sonja Mester . Im ersten gehe es darum, Heimat für die Jugend zu sein und dieser Räume und Wege zu eröffnen, sich in ihrer Gemeinde wohlzufühlen. Im zweiten Handlungsfeld gelte es, den jungen Menschen durch Bildung und Arbeit eine Zukunft vor Ort zu ermöglichen.

Um die Teilhabe und Beteiligung der Jugendlichen in der Politik und die Berücksichtigung ihrer Wünsche gehe es in einem dritten Punkt. Um die Strukturen für die Altersgruppe der Zwölf- bis 21-jährigen zu verbessern müsse man Leitlinien, Qualifizierung und Bündnisse verankern, erklärte die Diplom-Sozialpädagogin, die Strategien für eine „Jugendgerechte Gesellschaft“.

„Dieser Arbeit muss eine kritische Bestandsanalyse vorausgehen“, betonte der Bürgermeister. Dabei gelte es den Ist-Zustand sowie die Bedürfnisse und Bedarfe der Jugendlichen vor Ort zu klären. „Wie verbringen die jungen Leute ihre Zeit?“ „Wo gehen Sie mit ihren Freunden gerne hin?“ „Besuchen sie die Jugendtreffs“, lauten dabei nur einige Fragen, die sich die Kooperationspartner stellen. Um diese zu klären, soll ein Fragebogen entwickelt werden, um direkt von den Betroffenen zu erfahren, wie sich ihr Leben in Horstmar oder Leer gestaltet.

Wie Wenking weiter erklärte, würde er gerne die Schulen in das Projekt miteinbinden, um nicht im luftleeren Raum zu agieren. Er würde sich freuen, wenn die Schulleitungen den Prozess begleiten könnten. Da der Schulbesuch zum Lebensalltag von Kindern und Jugendlichen gehöre, sei das ein guter Ansatzpunkt, um auch den Rücklauf der Fragebögen zu steigern.

Wie Sonja Mester ankündigte, ist geplant, auch die Jugendtreffs miteinzubeziehen, da sie für die außerschulische Bildung ständen. Zudem soll der Offene Ganztag mit ins Blickfeld genommen werden.

„Im März gibt es eine Auftaktveranstaltung mit Eventcharakter“, kündigte die Diplom-Sozialpädagogin an. Erst, wenn die vorher erarbeiteten und gesetzten Planungs- und Handlungsziele erreicht worden wären, ende das Projekt, versicherte die Jugendamts-Mitarbeiter, die den Prozess als fließend und spannend bezeichnete. So sei jede Gemeinde oder Stadt anders.

Begleitet wird das Projekt nicht nur vom Jugendamt des Kreises Steinfurt und den Mitarbeitern der Stadtverwaltung, sondern auch vom Jugendausschuss, in dem regelmäßig während der Sitzungen über die Fortschritte berichtet werden soll.

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