Ursache noch unklar
Herausforderung für die Wehr

Horstmar -

Warum das Feuer in der Samstagnacht vor Silvester im Haus Nummer 4 an der Papenstraße mitten in Horstmar ausgebrochen ist, ist noch unbekannt. So laufen die Ermittlungen der Polizei noch. Die enge Bebauung in der historischen Altstadt stellt für die Brandschützer eine besondere Herausforderung dar.

Dienstag, 02.01.2018, 18:01 Uhr

Die Spuren des Brandes in der Samstagnacht vor Silvester im Haus Nummer 4 an der Papenstraße mitten in der Horstmarer Altstadt sind noch deutlich zu sehen.
Die Spuren des Brandes in der Samstagnacht vor Silvester im Haus Nummer 4 an der Papenstraße mitten in der Horstmarer Altstadt sind noch deutlich zu sehen. Foto: abi

Die Rolladen im Erdgeschoss sind geschlossen. Das Fenster in der Dachgaube wirkt wie ein schwarzes Loch. An der Haustür hängt ein Zettel. „Diese Brandstelle ist beschlagnahmt“, lautet die Botschaft des Oberstaatsanwaltes. Ein rot-weißes Band und Absperrbalken riegeln den Zugang zum Unglückshaus Nummer 4 an der Papenstraße ab, das in der Nacht zu Samstag gebrannt hat (wir berichteten).

Noch steht die Ursache für das Feuer nicht fest, lautet die Auskunft der Pressestelle der Kripo Steinfurt am Dienstag, dass die Ermittlungen laufen. „Wir warten erst mal ab“, erklärt der Allgemeine Vertreter des Bürgermeisters, Heinz Lölfing, dass er dem Untersuchungsergebnis nicht vorgreifen und keine Spekulationen anstellen will. Glücklicherweise sei niemand zu Schaden gekommen und der betroffene Bewohner in der Nachbarschaft untergekommen.

„Wir hatten Glück“, kommentiert Stadtbrandinspektor Wilhelm Homann den Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr Horstmar am frühen Samstagmorgen vor Silvester, der 65 Brandschützer gefordert hat. Diese seien rechtzeitig am Unglücksort gewesen und hätten ein Übergreifen des Feuers durch Funkenflug oder einen Flammenüberschlag auf Nachbarhäuser verhindern können.

Die enge Bebauung der historischen Altstadt stellt die Einsatzkräfte in Fällen wie diesen vor eine besondere Herausforderung, die erfolgreich gemeistert werden konnte. Erschwerend hinzu sei gekommen, dass man es mit einer alten Bausubstanz, Holzdecken und verwinkelten Stellen zu tun gehabt habe.

„Für uns war es ein ausgedehnter Zimmerbrand im Obergeschoss“, ist der Feuerwehrchef froh, dass nicht das gesamte Gebäude in Flammen stand, wie es zunächst befürchtet worden war. „Wir konnten ins Gebäude rein und den Brand von innen bekämpfen“, begründete Homann die Tatsache, dass die Helfer bei ihrem Einsatz relativ wenig Wasser verbraucht hätten. Eine Brandwache sei bis gegen 6 Uhr vor Ort gewesen, um mögliche Glutnester in dem Siedlungshaus zu bekämpfen. Von außen hatte die Besatzung der Drehleiter aus Borghorst das Feuer bekämpft.

Bereits vor fünf Jahren hatte ein Hausbrand in der Papenstraße die Feuerwehr gefordert.

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