Kinder- und Jugendarbeit
„Die Jungen sind in der Überzahl“

Horstmar/Leer -

Ida Fiebig und Doris Zintl berichten im Jugendausschuss über die offene Kinder- und Jugendarbeit in Horstmar und Leer. Wie die beiden Besucherinnen übereinstimmend feststellen, sind die männlichen Besucher in den Jugendtreffs „VIPz“ und „JuLe“ eindeutig in der Überzahl. Die Mädchen bevorzugen spezielle Angebote, die sich nur an sie richten.

Donnerstag, 21.12.2017, 16:12 Uhr

Ida Fiebig (l.) und Doris Zintl berichteten im Ausschuss für Jugend, Sport, Soziales, Kultur und Heimatpflege über die Entwicklung und Projekte in den Jugendtreffs „VIPz“ in Horstmar und „JuLe“ in Leer.
Ida Fiebig (l.) und Doris Zintl berichteten im Ausschuss für Jugend, Sport, Soziales, Kultur und Heimatpflege über die Entwicklung und Projekte in den Jugendtreffs „VIPz“ in Horstmar und „JuLe“ in Leer. Foto: abi

„Die Jungen sind in der Überzahl.“ Diese Beobachtung haben Ida Fiebig und Doris Zintl gemacht. Die erste leitet das Jugendzentrum „VIPz“ in Horstmar und die zweite die „JuLe“ in Leer. Beide Frauen waren in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Jugend, Sport, Soziales, Kultur und Heimatpflege zu Gast, um über die aktuelle Entwicklung in der Kinder- und Jugendarbeit und Projekte vor Ort zu berichten.

Den Anfang machte Ida Fiebig, die seit Anfang August 2016 das „VIPz“ am Kirchplatz in Horstmar leitet. Wie die Nachfolgerin von Name Vorname??? berichtete, sei die Besucherzahl konstant. Pro Öffnungstag kämen 14 bis 15 Kinder, was für die kleinen Räumlichkeiten viel sei. Überwiegend handele es sich dabei um männliche Besucher. Die Mädchen kämen zwar, wenn man ihnen spezielle Angebote unterbreite, aber ansonsten machten sie sich rarer.

„Das zieht sich so durch und ist ein Phänomen beider Jugendtreffs“, bestätigte ihre Kollegin Doris Zintl diese Erfahrung, die sie auch in der „JuLe“ mache. Bei projektbezogenen Angeboten seien die weiblichen Besucher gut vertreten, doch die allgemeinen Öffnungszeiten nutzten sie weniger als die Jungen.

„Warum ist das so“, wollte der Bürgermeister von den beiden Jugendtreffleiterinnen wissen. „Die Jungens sind zu laut und machen immer so viel Blödsinn“, zitierte Ida Fiebig ein Argument der Mädchen. „Es steigert sich“, fügte sie hinzu, dass inzwischen mehr Mädchen zu den offenen Treffs kommen.

„Wir arbeiten eng zusammen“, berichtete die Jugendtreffleiter über die Kooperation mit Doris Zintl, die Angebote, wie beispielsweise den Erlebnissport ermöglicht. Zudem beteiligen sich beide Einrichtungen seit Jahren erfolgreich mit eigenen Programmpunkten am Ferienprogramm der Stadt Horstmar.

Wie Ida Fiebig für 2018 ankündigte, sei wieder eine Aktion mit den Landfrauen geplant. „Wir versuchen, die Bedürfnisse und Wünsche der Besucher zu berücksichtigen“, kündigte sie zudem einen Mädchenabend und für die Jungen eine Veranstaltung in Natur an. Zudem solle es im neuen Jahr ein Medienprojekt gäben, bei dem die fünf neu angeschafften Tabletts zum Einsatz kämen.

„Im Winter ist es immer brechend voll“, beschrieb Doris Zintl die Besucherströme in der „JuLe“. Dann backe und koche sie gerne mit den Besuchern zusammen. Zurzeit bereite man sich auf den Weihnachtsmarkt in Leer vor. Dabei sei Kreativität gefragt. Für die Jungen solle es in 2018 einen Workshop mit Holz geben. Zeitgleich würde wieder Häkeln und Stricken angeboten.

Höhepunkt des Jahres sei aber der „Tag der offenen Tür“ zum 20-jährigen Bestehen gewesen (wir berichteten), der sehr gut angekommen sei. „Davon sind wir ganz beflügelt“, freute sich die Jugendtreffleiterin über den guten Zuspruch von vielen Seiten.

In der „JuLe“ findet auch eine Übermittag-Betreuung statt, die zurzeit zehn Kinder nutzen und sieben Kinder nehmen die Hausaufgabenbetreuung in Anspruch.

Begeistert von der Vielfalt der beiden Einrichtungen zeigte sich Ausschussvor­sitzender Klaus Roters. Bürgermeister Robert Wenking lobte die Zusammenarbeit und das Netzwerk, in dem man zum Wohl der Jugendlichen arbeite.

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