Freiwillige Leistungen
Stadt baut auf ihre Bürger

Horstmar -

Sie sind nicht zwingend erforderlich, aber bewirken, dass das Gemeinwesen in der Stadt Horstmar funktioniert. Deswegen möchte Bürgermeister Robert Wenking auf die freiwilligen Leistungen trotz Haushaltssicherungskonzeptes nicht verzichten. Ihre Streichung würde Strukturen gefährden, die lange gewachsen sind und für die Stadt und ihre Bürger lebensnotwendig sind, meint der Verwaltungschef.

Mittwoch, 20.12.2017, 15:12 Uhr

Auch die Kosten für die Weihnachtsbeleuchtung in Horstmar gehören zu den freiwilligen Leistungen.  
Auch die Kosten für die Weihnachtsbeleuchtung in Horstmar gehören zu den freiwilligen Leistungen.   Foto: abi

Bürgermeister Robert Wenking und Kämmerer Georg Becks haben in der jüngsten Ratssitzung nicht nur den Etatplan (wir berichten), sondern auch das Haushaltssicherungskonzept (HSK) vorgelegt. Dieses gibt es bereits seit 2012 und war notwendig, weil die Stadt den Haushalt nicht ausgleichen konnte. Nun wird es zum sechsten Mal fortgeschrieben. Im HSK wird deutlich, dass die Kommune voraussichtlich im Jahr 2021 den Haushaltsausgleich erreichen kann.

Alle Aufwendungen wurden auf den Prüfstand gestellt, dazu gehören auch die freiwilligen Leistungen. Diese sind für die Aufgabenerfüllung der Kommune nicht unbedingt notwendig, aber aus der Sicht der Stadt wichtig für ein funktionierendes Gemeinwesen.

„Das generelle Streichen oder pauschalierte Kürzen von freiwilligen Leistungen gefährdet Strukturen, die lange gewachsen, und für die Stadt Horstmar und deren Bewohner sehr wertvoll sind“, betont der Bürgermeister. Auch hinsichtlich der Bewältigung der Flüchtlingsthemen habe sich gezeigt, dass ein gesundes und funktionierendes Netzwerk zwischen Vereinen, Ehrenamtlichen und Gruppen bestehe, das in dieser Notsituation mehr als bewährt habe. Durch die Tatkraft und Unterstützung der Helfer und deren ehrenamtliches Engagement habe man den öffentlichen Haushalt deutlichen entlasten können.

Kämmerer Georg Becks hat errechnet, dass die freiwilligen Ausgaben rund drei Prozent der ordentlichen Aufwendungen des Haushaltes ausmachen. Ein wesentlicher Anteil sind die Zuschüsse an die Sportvereine Germania Horstmar und Westfalia Leer mit 9200 Euro für die Reinigungskosten der Sportbetriebsgebäude, mit 50 000 Euro für die Unterhaltung der Betriebsgebäude einschließlich der Sportplätze sowie 10 710 Euro für Pachtzinsen der Sportflächen in beiden Ortsteilen.

Der Stadtmarketingverein „HorstmarErleben“ bekommt einen jährlichen Zuschuss von 15 000 Euro für die Durchführung der Kulturarbeit und weitere 15 000 Euro für die Wahrnehmung der Aufgaben im Bereich Tourismus vor Ort.

Die Zuschüsse für die offene Jugendarbeit sowie die Zuschüsse für Ferienfreizeiten und den Mitternachtssport belaufen sich auf 48 400 Euro. Die Kosten für die jährliche Weihnachtsbeleuchtung sind mit 1900 Euro veranschlagt. Das Kulturforum Horstmar mit Volkshochschule und Musikschule wird mit 88 000 bezuschusst.

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