Tagesstätte für Senioren Kommunikationszentrum mittendrin

Horstmar -

Die Caritas plant eine Seniorentagesstätte auf dem Crins-Gelände.

Von Franz Neugbauer
Stellten dem Rat während der Sitzung die Pläne für das Caritas-Projekt vor (v.l.stehend): Jürgen Eierhoff, Christiane Nitz und Burkhard Baumann.
Stellten dem Rat während der Sitzung die Pläne für das Caritas-Projekt vor (v.l.stehend): Jürgen Eierhoff, Christiane Nitz und Burkhard Baumann. Foto: fn

Noch ist das Grundstück, auf dem das ehemalige Hotel Crins in der Münsterstraße stand, unbebaut. Doch das könnte sich bald ändern. Die Domus Caritas prüft zeitnah, ob sich das Angebot einer Tagespflege und die Schaffung zusätzlichen Wohnraumes an diesem Standort realisieren lässt.

Domus Caritas-Geschäftsführer Burkhard Baumann stellte in der jüngsten Sitzung des Stadtrates das Planungsvorhaben vor. Vorgesehen ist eine Seniorentagesstätte für 13 Personen. Im Erdgeschoss des Hauses würden dafür 234 Quadratmeter bereitgestellt. Im Obergeschoss sind zwei bis drei Wohnungen vorgesehen.

„Die Tagespflege ist als Bindeglied zwischen der Sozialstation und dem St.-Gertrudis-Haus beziehungsweise ambulanter und stationärer Pflege anzusiedeln“, erklärte Burkhard Baumann. Es sei eine Ergänzung der vorhandenen Angebote, um dadurch möglichst lange zu Hause leben zu können. Man wolle damit Einsamkeit vermeiden und Pflegebedürftige aktivieren.

Entscheidender Aspekt sei auch die Entlastung pflegender Angehöriger. Bisher nutzen die Patienten der Sozialstation Tagespflegen in Altenberge, Burgsteinfurt, Borghorst und Schöppingen.

„Horstmar hat es verdient, dass im Ort diese Versorgungslücke geschlossen wird“, betonte Baumann. So könne an bedeutender und zentraler Stelle der Altstadt ein Kommunikationszentrum wiederbelebt werden. „SenTa“ könnte die Einrichtung heißen. Diese Abkürzung stehe für Seniorentagesstätte, so der Geschäftsführer. Man habe sich diesen Namen schützen lassen.

Christiane Nitz, Leiterin der Caritas-Sozialstation in Horstmar, vermittelte den Ratsmitgliedern das Konzept der Tagespflege. Vorgesehen sei eine ganztägige Betreuung von Montag bis Freitag zwischen 8.30 bis 16.30 Uhr. Die „SenTa“ böte eine Atmosphäre der Geborgenheit, in der die Gäste ihre Fähigkeiten der selbst bestimmten Lebensführung erhielten, einsetzten und individuell gefördert würden. Die Senioren blieben weiterhin in ihrer vertrauten Umgebung. Ein oft unvermeidlich erscheinender Heimaufenthalt könne dadurch vermieden oder verzögert werden.

Mit im Boot ist bereits Architekt Jürgen Eierhoff aus dem Büro Liedtke @ Lorenz in Lingen, der schon verschiedene vergleichbare Projekte mit der Caritas konzipiert hat. Er plant die An- und Abfahrt der Tagesstätte über den Katthagen. Der Gemeinschaftsraum soll sich zur Münsterstraße orientieren in Anlehnung an den bisherigen Schankraum. Die Gebäudeform wird in Anlehnung an das Abbruchgebäude geplant.

Der Rat nahm die Planungen wohlwollend zur Kenntnis. Jetzt bedarf es insbesondere neben den internen Gremien der Caritas der Abstimmung mit dem Kreis, den Kostenträgern und gegebenenfalls Fördermittel-Gebern. Burkhard Baumann schätzte optimistisch mit Fertigstellung der Seniorentagesstätte im Herbst 2019.

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