Theater Von der Läster- zur Lasterhöhle

Horstmar -

Von der Läster- zur Lasterhöhle entwickelte sich die Sauna „Aquafit“, die im plattdeutschen Theaterstück „De Sauna-Gigolo“ der Laienspielschar der Concorden eine entscheidende Rolle spielt. Dort buhlt ein Frauen-Trio um die Gunst des neuen Masseurs Sandro Kern. Mehr sei an dieser Stelle nicht verraten. Nur so viel: Das Premiere-Publikum zeigte sich begeistert.

Von Anton Janßen
Turbulent ging es am Ende der plattdeutschen Komödie „De Sauna-Gigolo“ auf der Bühne zu. Am kommenden Wochenende gibt die Laienspielschar der Gesellschaft Concordia weitere Aufführungen.
Turbulent ging es am Ende der plattdeutschen Komödie „De Sauna-Gigolo“ auf der Bühne zu. Am kommenden Wochenende gibt die Laienspielschar der Gesellschaft Concordia weitere Aufführungen. Foto: aja

Ist die Sauna „Aquafit“ eine Lästerhöhle für die drei Freundinnen? Oder wird sie sogar zur Lasterhöhle durch den neuen attraktiven Masseur? Das konnten die begeisterten Besucher der frivolen Komödie „De Sauna-Gigolo“ von Andreas Wening bei der ausverkauften Premiere und der folgenden Sonntags-Vorstellung erleben, Dabei wurden ihre Lachmuskeln heftig trainiert.

Wieder einmal hatten die Laienspieler der Gesellschaft Concordia unter der Leitung von Roswitha Fotschki mit der Auswahl des Stückes und der Besetzung der Rollen voll ins Schwarze getroffen. So überzeugten die Akteure mit einer turbulenten und vergnüglichen Darbietung.

Unglaublich, wie die drei Freundinnen Theresa Thomalla (Elisabeth Makowiak), Lisbeth Melzer (Christa Bettmer) und Ursel Hubschmidt (Heidrun Schmidt) gnadenlos über ihre Bekannten herzogen, aber sich selbst gegenseitig auch nicht mit bissigen Bemerkungen schonten. Als dann ein neuer Masseur, Sandro Kern (Bernd Schütte), im Fitness-Studio seine Arbeit aufnimmt, wurden die Hormone der zickigen Lästermäuler gehörig durcheinander gewirbelt, Geniale eindeutig-zweideutige Wortspiele würzten das Geschehen auf der Bühne. Um die Gunst von Sandro zu gewinnen, entwickelt jede ihre eigene Strategie von Charme-Offensive, über Sonnenbank-Manipulation bis zur Schwimmflügel-Sabotage mit „Fruchtsäure-Allergie-Angriff“. Erst recht, als sie die von Lisbeth und Therese belauschte Massage von Ursel als heiße Liebesnummer interpretieren. Theresa bestellt sogar extra ihren überdrehten Kosmetiker Jerome Quast (Frederik Bettmer), um durch seine exquisite Schönheitsbehandlung mit der Zaubermaske „Beauty-Wonder“ ihre Konkurrentinnen in den Schatten zu stellen.

Dieses Treiben macht Saunameisterin Rita Raffke (Anja Heymann-Riedel) fassungslos, insbesondere da sie zudem den Verdacht hat, dass Sandro gar kein richtiger Masseur ist. Deshalb berichtet sie den später saunierenden Ehemännern Wolfgang Hubschmidt (Georg Becks), Kasimir Thomalla (Bernhard Föllen) und Gerhard Melzer (Heinz-Hermann Lülf) von dem schamlosen Treiben, das ihre drei Frauen inszenieren, nur um einmal mit Sandro in die Kabine verschwinden zu können.

Den Männern wird schnell klar, dass sie hier einschreiten müssen, und so entwickeln sie einen Plan, um dem vermeintlichen Sauna-Gigolo eine Falle zu stellen und ihm mit Unterstützung vom Hausarzt der Damen, Dr. Justus Möbius (Franz-Bernhard Ribbers), das Handwerk zu legen.

Dass dabei auch noch die Leiterin des Wellnessbades Roswita Küstengröon (Marie-Luise Brunstering) dem Charme von Sandro erlegen ist, das muss man erlebt haben.

Langanhaltender Beifall belohnte die Akteure für ihre tolle Leistung. Sie wurden von Werner Lölfing als Souffleur unterstützt. Für das perfekte Styling sorgte Reinhild Blaschke.

Für die Aufführungen am kommenden Wochenende sind noch einige Karten zu haben.

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