Gefeiert Domizil für Generationen

Horstmar-Leer -

Zahlreiche Generationen hat der Jugendtreff „JuLe“ in Leer bereits beherbergt. Das zeigte sich am „Tag der offenen Tür“, zu dem die Verantwortlichen der Einrichtung am Wochenende anlässlich des 20. Geburtstages eingeladen hatten. Viele Besucher kamen.

Von Franz Neugebauer
Doris Zintl konnte am „Tag der offenen Tür“ einige Geschenke von den Besuchern entgegennehmen.  
Doris Zintl konnte am „Tag der offenen Tür“ einige Geschenke von den Besuchern entgegennehmen.   Foto: fn

Seit nunmehr 20 Jahren gibt es den Leerer Jugendtreff namens „JuLe“. Aus diesem Anlass hatte der Vorstand der Einrichtung zum „Tag der offenen Tür“ eingeladen. Bereits am frühen Morgen waren Politiker aller im Rat vertretenen Parteien sowie Vertreter der Kirchen, der Vereine und der Banken gekommen.

„Zahlreiche Kinder- und Jugendgenerationen haben in diesen Räumen einen Treffpunkt gefunden, an dem sie zusammenkommen, spielen und diskutieren können“, stellte Bürgermeister Robert Wenking fest. Im Namen des Rates bedankte er sich beim Vorstand für das jahrzehntelange Wirken für die Zukunft von Leer.

Neben Heidi Wissing, Anika Schleß und Frank Stix galt sein besonderer Dank zunächst dem Vorsitzenden Josef Rodine. Dieser hatte Ende 1995 auf eine entsprechende Anfrage zugesagt, den Aufbau einer Jugendfreizeiteinrichtung in Leer tatkräftig zu unterstützen. Der Bürgermeister bezeichnete Doris Zintl als engagierte „Vor-Ort-Managerin“ nicht nur für das öffentliche Gesicht des Jugendtreffs, sondern als Ansprechpartnerin und manchmal auch als Gesprächspartnerin bei Kummer.

„Ich mache die Arbeit in der JuLe gerne und freue mich immer über die großen Kinderaugen, die mich glücklich anschauen. Jeder Tag ist eine besondere Herausforderung, ich gehe sehr gerne zur Arbeit“, erklärte Doris Zintl.

Die Ratsmitglieder erinnerten sich daran, wie schwierig es damals gewesen ist, einen geeigneten Raum für die Einrichtung zu finden. Im Gespräch sei auch der ehemalige Landhandel an der Gaststätte „Tante Toni“ gewesen. Diese Idee habe man aber schnell verworfen, da die Investitionskosten von 130 000 Euro den finanziellen Rahmen sprengten.

Aus einem Protokoll des Jugend, Sozial- und Kulturausschusses vom Oktober 1997 zitierte Robert Wenking, der damals noch als Hauptamtsleiter Schriftführer des Ausschusses war, dass sich die Stadt mit 31 000 Mark an den Kosten der Einrichtung in der ehemaligen Hausmeisterwohnung beteiligt habe. Die Sach- und Geldspenden erreichten einen Wert von rund 6 000 Mark. Zusammen mit 2 000 ehrenamtlich geleisteten Arbeitsstunden wurden damals insgesamt investive Mittel in Höhe von 70 000 Mark eingesetzt.

In einer umfangreichen Bilddokumentation konnten sich die zahlreichen Besucher über die Geschichte der „JuLe“ informieren. Sie waren erstaunt über die technisch gute Einrichtung der Räumlichkeiten.

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