Ortstermin Das Leben auf den Punkt bringen

Horstmar -

Der Karikaturist und Illustrationszeichner Heinrich Schwarze-Blanke gab im Sendenhof einen informativen und vergnüglichen Einblick in seine Arbeit.

Von Regina Schmidt
Dr. Barbara Herrmann, Direktorin des Kulturforums Steinfurt, Heinrich Schwarze-Blanke, Hubertus Brunstering, Geschäftsführer des Stadtmarketings Horstmar, Denise Schwarze-Blanke und Dirk Preckel, Vorsitzender von „HorstmarErleben“ (v.r.), freuten sich über den gelungenen „Ortstermin“ zum Thema Karikaturen.
Dr. Barbara Herrmann, Direktorin des Kulturforums Steinfurt, Heinrich Schwarze-Blanke, Hubertus Brunstering, Geschäftsführer des Stadtmarketings Horstmar, Denise Schwarze-Blanke und Dirk Preckel, Vorsitzender von „HorstmarErleben“ (v.r.), freuten sich über den gelungenen „Ortstermin“ zum Thema Karikaturen. Foto: rgs

„Übertreibung macht die Sache klar. Mit einer Karikatur kann ich ein komplexes Thema humorvoll auf den Punkt bringen“, erklärt Heinrich Schwarze-Blanke . Der Karikaturist und Illustrationszeichner aus Horstmar gab im Sendenhof einen informativen und vergnüglichen Einblick in seine Arbeit. Zur Veranstaltung unter dem Titel „Karikaturen – die wahre Sicht der Dinge?“ im Rahmen der Reihe „Ortstermine“ hatten der Stadtmarketingverein „ HorstmarErleben “ und das Kulturforum Steinfurt eingeladen.

„Wir freuen uns sehr, dass das Thema so großen Anklang findet“, begrüßte Hubertus Brunstering, Geschäftsführer des Stadtmarketings, die zahlreichen Gäste. „Der Sendenhof ist wirklich ein wunderbares Ambiente“, dankte er dem Hausherrn Dirk Preckel für die Nutzung der historischen Räume.

Heinrich Schwarze-Blanke schilderte selbst kurz seinen Werdegang: „Ich habe immer gerne gezeichnet und schon als Jugendlicher Cartoons und Karikaturen für Freunde gestaltet.“ Die nötigen Fertigkeiten eignete er sich autodidaktisch an. Seine erste Karikatur hat der gelernte Bauzeichner 1992 in einer Zeitschrift veröffentlicht. Langsam wurde das Hobby zum Beruf: „Im Jahr 2000 habe ich mich selbstständig gemacht und seit 2002 bin ich hauptberuflicher Illustrationszeichner“, so der Gast.

Schnell entwickelte sich „HSB Cartoon“ zur überregional bekannten Marke. Heinrich Schwarze-Blanke arbeitet für über 50 Zeitungen und Zeitschriften, fertigt jede Woche etwa 25 Karikaturen an. Hinzu kommen noch weitere Illustrationen für Privatpersonen, Unternehmen, Vereine und Verbände.

Die Kunden kommen aus ganz Deutschland, verschiedenen europäischen Ländern und sogar den USA.

„Karikaturen sind Auftragsarbeiten zu einem bestimmten Thema. Die Richtung ist festgelegt, aber in der Gestaltung bin ich völlig frei“, erklärte er. Eine Karikatur entstehe in fünf Arbeitsschritten: Entwicklung der Idee, Vorzeichnung mit dem Bleistift, Festlegung der Konturen und Proportionen als Tuschezeichnung, Belegung mit Folie und Freischneidung der Details mit dem Cuttermesser, Kolorierung. Für die Farbgebung verwendet Heinrich Schwarze-Blanke als einziger Karikaturist und Illustrator in ganz Deutschland ein besonderes Verfahren, die Airbrush-Technik. Dabei wird die Farbe mit der vom Kompressor betriebenen Spritzpistole aufgebracht.

HSB-Cartoon ist mittlerweile ein echtes Familienunternehmen. Tochter Denise ist für die Bereiche Bürokommunikation und Grafik-Design zuständig, Ehefrau Elsbeth übernimmt die Buchführung. Atelier und Firmensitz ist der idyllische, umgebaute Kotten der Familie in der Bauerschaft Schagern.

Während ihr Vater live an der Staffelei eine Karikatur anfertigte, erläuterte Denise Schwarze-Blanke unterhaltsam die vielfältigen und spannenden Arbeitsfelder von HSB-Cartoon wie Personenkarikaturen, Charakterdesign, Werbemotive, Graphic Recording, Stammbäume und Ahnentafeln und als neueste Variante Animationen. Dias mit Beispielen sorgten beim Publikum für Vergnügen.

Zum Abschluss des gelungenen Abends präsentierte Heinrich Schwarze-Blanke den staunenden Gästen die in nur einer Stunde entstandene Karikatur: Ein grimmig blickender Ritter Bernhard der Gute von Horstmar. Gerne beantwortete der Karikaturist Fragen der Besucher. Wer wollte, durfte auch selbst die Spritzpistole ausprobieren.

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