Horstmar Machbarkeitsstudie genehmigt

Horstmar -

Der Förderantrag der Stadtwerke Horstmar auf Erstellung einer Machbarkeitsstudie über die Mikroschadstoff-Entfernung aus dem Abwasser wurde von der Bezirksregierung Münster jetzt genehmigt. Zu den zuwendungsfähigen Gesamtausgaben in Höhe von 35 200 Euro erhält die Stadt Horstmar eine Fördersumme von 28 160 Euro. Das geht aus einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung Horstmar hervor.

„Auf Beschluss des Betriebsausschusses haben wir den Antrag auf den Weg gebracht“, erläutert die bei der Stadt Horstmar zuständige Fachingenieurin Melanie Wolbeck . Zum Schutz der Gewässer und Trinkwasserressourcen sei eine gute Wasserqualität der Oberflächengewässer erforderlich. Eine besondere Herausforderung stellten die Mikroschadstoffe dar. Das seien kleinste Konzentrationen von Arzneimittelwirkstoffen, Röntgenkontrastmitteln, Hormonen, Pestiziden sowie Haushalts- und Industriechemikalien im Wasserkreislauf. Durch verbesserte Analysemethoden und einen gesteigerten Verbrauch der Stoffe rückten diese Mikroschadstoffe zunehmend in den Fokus.

Obwohl die Auswirkungen der Mikroschadstoffe weitgehend unbekannt seien, rechtfertigen die bereits bekannten Effekte Maßnahmen gegen den Eintrag in die Gewässer, so die Fachingenieurin. Neben der Vermeidung oder zumindest Einschränkung des Verbrauchs, was bei Arzneimitteln sehr schwierig sei, stehe die Elimination (das Herausfiltern) der Schadstoffe aus dem Abwasser auf der Kläranlage im Mittelpunkt.

„Mit der Machbarkeitsstudie wird zunächst untersucht, wie die Horstmarer Kläranlage um diese Reinigungsstufe erweitert werden könnte. Die Ergebnisse der Studie bilden die Grundlage für eine bauliche Maßnahme auf der Horstmarer Kläranlage“, erklärt Melanie Wolbeck. Auch zu den erforderlichen Investitionen auf der Kläranlage könne ein entsprechender Förderantrag beim Land NRW gestellt werden.

„Die Installation eines Verfahrens zur Mikroschadstoffelimination auf der Kläranlage ist sicher nicht preiswert und hat Auswirkungen auf die laufenden Betriebskosten“, so die Fachfrau abschließend.

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