Die schönste Miss aus Montargis
Gleich drei Botschafterinnen kamen mit den „Freunden von Greven“ zum Karneval

Greven -

Tja, wenn man schon „Oceane“ heißt. Irgendwie lyrisch. Da wundert es keinen, dass ihr die Wächter der Schönheit reihenweise Punkte gegeben haben. Oceane Lancray ist die aktuelle Miss Montargis. Und die regierende Miss Loiret aus dem französischen Val de Loire. Nebenbei ist sie auch noch selbstständig, hat ihren eigenen Friseursalon und freut sich: „Als Miss kommt man rum. Man kann andere Länder und Menschen kennenlernen.“ Und jetzt auch noch den Grevener Karneval.

Samstag, 10.02.2018, 08:02 Uhr

Die Misses aus Montargis (v.l): Miss Ado Margaux Piet-Simon, Miss Montargis Oceane Lancray und die Begleitdame Alice Sevin.
Die Misses aus Montargis (v.l): Miss Ado Margaux Piet-Simon, Miss Montargis Oceane Lancray und die Begleitdame Alice Sevin. Foto: Foto: Günter Benning

Oceane Lancray ist im Gefolge der Freunde von Greven in die Emsstadt gekommen. Das ist eine der beiden Partnerschafts-Organisationen in Montargis, der 12 000-Einwohner-Gemeinde, in der die Schönsten der Schönen jährlich um das kleine silberne Krönchen buhlen, das sie zur Miss macht. Genauso wie die flattrige Schärpe, die so weit ist, dass man sie auch über einem dicken Wintermantel tragen kann. „Bei uns“, sagt Miss Montargis, „ist es im Moment doch etwas wärmer.“ Es schneit nur mehr. Und fast hätte der viele Schnee auf der Autobahn dazu geführt, dass Grevens Karneval in diesem Jahr völlig franzosen-frei abgelaufen wäre.

„Der Karneval ist ja hier viel größer als bei uns“, sagt die zweite Miss im Bunde, Margaux Piet-Simon . Sie ist die Enkelin des Präsidenten der „Amis de Greven“, Alain Simon . Und vertritt ihre Heimatgemeinde in diesem Jahr als „Miss Adolescent“, beziehungsweise aus urheberrechtlichen Gründen als „Miss Ado“ – zu neudeutsch „Miss Teenager“.

Und noch eine dritte Schöne hat sich in Greven einquartiert. Alice Sevin, sie ist 2. Dauphine, was man als Begleitdame bezeichnen kann. Sie studiert Biologie, irgendetwas mit Neurowissenschaften. Und auf die typisch deutsche Frage des Reporters, ob man das in Montargis denn gut finde, wenn Frauen sich zur Wahl stellen, mal im Bikini, mal im Abendkleid, mal in der Talk-Runde, auf diese Frage sagt sie nur: „Das ist eine Ehre. Außerdem kommt man überall hin, ins Ausland.“ Denn Montargis hat ja nicht nur Greven als Partnerstadt. Und wenn die Misses reisen, dann dürfen sie das umsonst.

In der Emsstadt kümmern sich gerade Hans Peter und Ulrike Riepenhagen um die kleine Besuchsgruppe. Andere aus dem Ort sind in weiteren Familien untergebracht. Gestern morgen kam – trotz einiger Hindernisse – auch noch die offizielle Delegation um Michel Dury an. Mit 40 Schülern, einigen Offiziellen und noch mehr Misses. Nämlich der Miss Jumelage und der Miss Agglomeration. Die eine für die Partnerschaft, die andere für die Großgemeinde Montargis, in der es rund 60 000 Menschen gibt. Für die muntere Truppe gab es bei der Ankunft, erstmal einen „aus dem Löffel“.

Die Misses aus Montargis werden beim morgigen Rosenmontagszug auf dem Wagen der KG mitfahren. Für sie ein tolles Erlebnis. Präsident Alain Simon: „Bei uns gibt es nur einen Kinderkarnevalszug mit sechs Wagen.“ Der nächste Besuch aus Greven ist übrigens auch schon terminiert. Am 31. März stehen die nächsten Kandidatinnen schon Schlange für die Misswahl. In der Jury sind immer auch kundige Juroren aus Greven dabei.

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