Tödlicher Unfall bei Greven
Münsteranerin auf der A1 überrollt

Greven/Münster -

(Aktualisiert: Montag, 10:11 Uhr) Nach dem außergewöhnlich schweren Unfall am späten Samstagabend auf der A1 zwischen den Anschlussstellen Greven und Flughafen Münster-Osnabrück rätselt die Polizei am Montag über den Unfallhergang. Ein Geländewagen war mit hoher Geschwindigkeit auf ein unbeleuchtetes, liegengebliebenes Auto auf. Eine Münsteranerin starb infolge dessen.

Sonntag, 11.02.2018, 11:02 Uhr

Am späten Samstagabend kam es auf der A1 zwischen Greven und Flughafen zu einem schweren Verkehrsunfall.
Am späten Samstagabend kam es auf der A1 zwischen Greven und Flughafen zu einem schweren Verkehrsunfall. Foto: Jens Keblat

Nach dem tödlichen Unfall hat die Polizei einen Sachverständigen eingeschaltet. Er solle klären, warum die später überrollte und getötete 27-jährige Münsteranerin mit ihrem unbeleuchteten Auto auf der Überholspur der Autobahn 1 nahe Greven stand, teilte die Polizei am Montagmorgen mit.

Die Frau wurde womöglich durch den Zusammenstoß um 21.43 Uhr auf die Gegenfahrbahn katapultiert. Davon ging die Polizei am frühen Sonntagnachmittag aus. "Mehrere Fahrzeuge, die in Richtung Dortmund unterwegs waren, konnten nicht mehr rechtzeitig bremsen und überrollten die Frau." Sie erlag noch am Unfallort ihren Verletzungen.

Unbeleuchtet auf der linken Fahrspur

Der 55-jährige Fahrer des auffahrenden Volvos und seine Beifahrerin kamen schwer verletzt in umliegende Krankenhäuser. Der Mann hatte ersten Erkenntnissen der Polizei zufolge den unbeleuchtet und auf der linken Fahrspur in Richtung Bremen stehenden Ford zu spät erkannt. Warum der Wagen dort gestanden hatte und ob die Frau aus dem Fahrzeug geschleudert wurde oder neben ihrem Auto stand, sei Bestandteil der weiteren Ermittlungen, so die Polizei.

SUV prallt auf der A1 auf stehendes Auto

1/7
  • Unfall_A1_FMO_GRV_KEB_017 Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat

30 Jahre alter Mann unter Schock

Die Einsatzkräfte mussten davon ausgehen, "dass noch eine weitere Person in dem Ford mitgefahren sei und diese möglicherweise im Grünstreifen läge". Deshalb suchten Feuerwehrleute am Boden und ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera aus der Luft nach einer weiteren Person - ohne Ergebnis.

Später machte der Polizei zufolge ein unter Schock stehender 30-Jähriger auf sich aufmerksam. Der Münsteraner sei nach eigenen Angaben mit der getöteten 27-Jährigen in dem Ford unterwegs gewesen. Da er unter Alkoholeinfluss stand, wurde ihm eine Blutprobe entnommen. Ob er Fahrer oder Beifahrer war, sei Gegenstand der weiteren Ermittlungen, so die Polizei am Sonntag.

Sperrungen bis in die frühen Morgenstunden

Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, Autobahnpolizei sowie zahlreiche Kräfte von Deutschem Roten Kreuz und Malteser Hilfsdienst waren die ganze Nacht über im Großeinsatz auf der Autobahn, die für mehrere Stunden in beide Fahrtrichtungen komplett gesperrt war. Die Sperrung in Richtung Dortmund konnte um 4 Uhr morgens aufgehoben werden, die in Richtung Bremen anderthalb Stunden später.

Dramatisches Szenario

Feuerwehrleute, Kräfte der Hilfsorganisationen und auch Notfallseelsorger versorgten und betreuten mehrere Dutzend Verkehrsteilnehmer, die nicht nur von der Vollsperrung betroffen waren und lange in dem Rückstau an beiden Enden der Unfallstelle ausharren mussten, sondern auch mitansehen mussten, wie die Frau mehrfach überrollt wurde.

Einsatzkräften wie Augenzeugen bot sich eine dramatische Szene mit einem immensen Trümmerfeld.

Anzeige
Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5507253?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F168%2F
Düesbergweg gilt als der Spiegelkiller
Ziemlich dicht fahren auf dem Düesbergweg Pkw und Lkw an den geparkten Fahrzeugen vorbei.
Nachrichten-Ticker