„Beat Club Bliss“ Berauschende Juwelen-Töne

Greven -

Klassik im Beat-Club-Keller: Am Freitag tritt die preisgekrönte junge Harfenistin Jasmin-Isabel Kühne auf.

Makellose Spieltechnik, musikalischer Farbenreichtum, Expressivität – die Harfenistin Jasmin-Isabel Kühne wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.
Makellose Spieltechnik, musikalischer Farbenreichtum, Expressivität – die Harfenistin Jasmin-Isabel Kühne wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Foto: Neda Navaee

Preisgekrönte junge Solisten sind auch in der dritten Saison beim „Beat Club Bliss“ im barocken Gewölbekeller der Gaststätte „Goldener Stern“ zu Gast. Waren es im 18. Jahrhundert die in diesem Keller gekühlten Getränke, die berauschten, so verspricht beim „Beat Club Bliss“ die klassische Musik den „Bliss“, die Glückseligkeit. Den Auftakt der diesjährigen Reihe mit Klassik live und unplugged macht die Harfenistin Jasmin-Isabel Kühne am Freitag um 20.30 Uhr.

Makellose Spieltechnik, musikalischen Farbenreichtum, Expressivität bietet die mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete Harfenistin Jasmin-Isabel Kühne. Ihr Konzertprogramm trägt den Titel „Kontraste“, und es bietet das gesamte Klangspektrum der Harfe dar.

Nach dem barocken Einstieg mit der Lautensuite von Bach, in deren Kunsttänzen sich Französisches und Italienisches mischt, springt Jasmin-Isabel Kühne ins 20. Jahrhundert. Einzeltöne wie Juwelen bietet hier Benjamin Brittens Solostück, ein faszinierendes, extrem schwieriges Schlüsselwerk der Harfenliteratur. Im Kontrast dazu Henriette Reniés „Pièce Symphonique“: rauschend und berauschend klingt die Harfe, wie man es von diesem königlichen Instrument kennt und von einem „Sinfonischen Stück“ erwartet. Die berühmte Harfenvirtuosin und Komponistin entdeckte für ihr Instrument eine bis dahin nicht gekannte Klangfülle und Resonanzkraft, als sie, Franz Liszt vergleichbar, in sinfonischem Stil komponierte.

Höchste Ansprüche an Musikalität und Virtuosität stellt auch Heinz Holliger in seiner Partita. Mit Paul Ben-Haims „Poème“ trägt Jasmin-Isabel Kühne dazu bei, diesen einzigartigen Komponisten, der aus Deutschland vor den Nazis nach Israel hatte fliehen müssen und in der Folge in seiner Musik orientalische mit westeuropäischen Einflüssen verschmolz, in seinem Herkunftsland zu entdecken. Sein „Gedicht“ für Harfe ist voller Bewegung und Drama.

Der „Beat Club Bliss“ wird von der GWK-Gesellschaft für Westfälische Kulturarbeit, Münster, in Zusammenarbeit mit dem Beat Club Greven veranstaltet und von der Volksbank Greven unterstützt.

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Das Konzert am Freitag, beginnt um 20.30 Uhr, Einlass ist ab 19.30 Uhr. Der Eintritt kostet 15 Euro. Karten gibt es bei Greven Marketing, Alte Münsterstraße 23, und online unter www.adticket.de

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