Klimaanlage für Eiskeller
Große Erleichterung

Altenberge -

Die Beharrlichkeit des Eiskellerteams um Werner Witte (Foto) hat sich ausgezahlt. Im Zuge der Haushaltsverabschiedung wurde ein 20 000-Euro-Zuschuss für den Einbau einer Klimaanlage genehmigt. Das Problem liegt im Eingangsbereich des Eiskellers – dort ist es im Sommer zu warm und im Winter zu kalt.

Mittwoch, 20.12.2017, 19:12 Uhr

Die Hartnäckigkeit hat sich ausgezahlt: Werner Witte vom Eiskellerteam freut sich, dass im nächsten Jahr eine Klimaanlage installiert wird. Diese wird sowohl im Winter als auch im Sommer benötigt, so Witte.
Die Hartnäckigkeit hat sich ausgezahlt: Werner Witte vom Eiskellerteam freut sich, dass im nächsten Jahr eine Klimaanlage installiert wird. Diese wird sowohl im Winter als auch im Sommer benötigt, so Witte. Foto: mas

Auf den ersten Blick mag der 20 000-Euro-Zuschuss für den Eiskeller, dem die Mehrheit der Kommunalpolitiker im Rahmen der Haushaltsverabschiedung für 2018 zustimmten, paradox klingen: Das Geld ist schließlich für eine Klima- beziehungsweise Heizungsanlage gedacht. Doch wer das Industriedenkmal kennt, der weiß, wo der Schuh drückt: Nicht unterhalb, sondern oberhalb des Eiskellers – und zwar sowohl im Sommer als auch im Winter. Der Eingangsbereich entwickelt sich bei hochsommerlichen Temperaturen schon mal zu einem „Brutkasten“. Und im Winter ist es dort nicht gerade angenehm. Seit Jahren fordert das Eiskellerteam, an der Spitze Werner Witte , eine Finanzspritze, um das Vorhaben umzusetzen. Aufgrund der guten Haushaltslage gab es in dieser Woche grünes Licht – allerdings nur von CDU und SPD , die Grünen und die UWG halten diese Investition für nicht notwendig.

Werner Witte zeigte sich gestern im Gespräch mit unserer Zeitung „glücklich und erfreut“. Bei der Planung des Eiskellers habe niemand damit gerechnet, dass ein Großteil der Besucher auch im Winter den Eiskeller besichtigt, obwohl dann nicht alle Bereiche zugänglich sind. Der theoretische Teil der Führungen findet immer im oberen Teil, also in der Glas- und Stahlkonstruktion statt, erläutert Werner Witte. Dort befindet sich keine Heizung – und das ist sowohl für die Eiskellerführer als auch für die Gäste ob der niedrigen oder hohen Temperaturen nicht immer angenehm. Abhilfe sollten vor Jahren sogenannte Kühlboxen schaffen. „Doch das funktionierte nicht“, sagt Witte.

„Im Sommer haben wir auch schon Temperaturen von bis zu 44 Grad gemessen“, so Werner Witte. Deshalb mache eine Klimaanlage Sinn. Seit 2010 forderte das Eiskellerteam im Zuge der Haushaltsberatungen immer wieder die Installation einer Heizung oder Klimaanlage. Eröffnet wurde der Eiskeller im September 2004.

Es wurde jedoch nicht nur Geld für den Eiskeller bewilligt. Einigkeit herrschte beispielsweise beim erhöhten Zuschuss für die Vereine in Höhe von zehn Prozent, beantragt von der SPD (wir berichteten). Bei einer anderen Entscheidung sah es ganz anders aus – von einer einhelligen Zustimmung kann nicht die Rede sein. Die Werbegemeinschaft erhält im kommenden Jahr neben dem 6000-Euro-Jahreszuschuss weitere 2500 Euro. Warum? Das zusätzliche Geld – einmalig für 2018 in den Haushalt eingestellt – soll zur Unterstützung der Kirmes, die erstmals in 2018 rund um den Marktplatz stattfinden soll, eingesetzt werden. „Unter anderem soll mit den Mitteln eine adäquate Live-Band für den Samstagabend organisiert werden, um die Veranstaltung aufzuwerten und die Verweildauer der Besucher zu steigern“, erläuterte Bernhard Bäumer, erster Vorsitzender der Kaufmannschaft, in einem Schreiben an die Gemeindeverwaltung. Grüne und UWG stimmten gegen die zusätzliche Finanzspritze, CDU und SPD dafür.

Anzeige
Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5372003?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F167%2F
Warmes Wetter lässt Wasserverbrauch steigen
Stadtwerke Münster: Warmes Wetter lässt Wasserverbrauch steigen
Nachrichten-Ticker