Give & Take
Fantasie freien Lauf lassen

Altenberge -

Wünschen“ passt gut zu Weihnachten. So wurde beim im letzten Modul 2017 des Projektes „Give & Take Part 2“ in der Kulturwerkstatt ein „Wunschtraum-Baum“ gestaltet. Deutsche und Flüchtlingskinder arbeiteten kreativ miteinander.

Dienstag, 19.12.2017, 18:12 Uhr

Der „Wunschtraum-Baum“ entstand in der Kulturwerkstatt an der Bahnhofstraße und steht jetzt bereits in der Aula der Borndal-Grundschule.
Der „Wunschtraum-Baum“ entstand in der Kulturwerkstatt an der Bahnhofstraße und steht jetzt bereits in der Aula der Borndal-Grundschule. Foto: Rainer Nix

„Wünschen“ passt ziemlich gut zu Weihnachten . So wurde beim im letzten Modul 2017 des Projektes „Give & Take Part 2“ in der Kulturwerkstatt ein „Wunschtraum-Baum“ gestaltet. Drei Klassen der Borndal-Grundschule machten mit, die Schüler ließen dabei ihrer Fantasie freien Lauf. Deutsche und Flüchtlingskinder arbeiteten sehr kreativ miteinander.

Unter Anleitung des Kulturwerkstatt-Künstlerteams Munir Nikouzinat, Annette Hinricher , Carina Primus, und Sven Lebera wurden Ideen entwickelt und handwerklich umgesetzt. Nun ist der Baum fertig und wurde in die Aula der Schule transportiert.

„Ich habe einen Apfel gestaltet“, sagt der zehnjährige Tristan. Warum? Nun, Äpfel schmecken ihm eben ziemlich gut. „Ich habe einen Hund gebastelt“, erklärt Marlena, acht Jahre alt. Damit drückt sie ihren Wunsch aus, zu Hause auch einen Vierbeiner als Freund zu haben. Die Kinder malten, filzten oder häkelten ihre Träume, die den Baum jetzt zieren.

„Die Kinder sind zu Fuß zur Kulturwerkstatt gewandert und kommen immer sehr gern hierher“, sagt Schulleiterin Dörthe Plettendorf. „Ich denke, mit dem Wunschtraumbaum ist eine sehr schöne Gemeinschaftsarbeit entstanden, worauf wir immer viel Wert legen.“

„Seit 2014 arbeiten wir am Give & Take-Kreativprojekt für junge Geflüchtete und ihre Paten“, erläutert Susanne Opp Scholzen, Leiterin der Jugendkreativwerkstatt. „Wir laden auch Paten kostenlos oder zu günstigen Konditionen mit ein, weil wir von Anfang an vermeiden wollten, den Fokus ausschließlich auf die Geflüchteten zu legen“, fügt sie hinzu.

Das Land NRW förderte „Give & Take Part 2“. Im Dezember konnten insgesamt acht Gruppen gewonnen werden, sich in Aktionen einzubringen. Der Projektname Give & Take, Geben und Nehmen, soll deutlich machen, dass die Menschen in Deutschland den Geflüchteten nicht immer nur etwas geben, sondern auch etwas zurück bekommen. „Man soll in einer gegenseitig wertschätzenden Atmosphäre Kontakt zueinander aufbauen“, betont Opp Scholzen. Kinder haben es dabei oft leichter, weil sie sehr schnell recht gut Deutsch sprechen, lernwillig sind und sich leicht begeistern lassen.

Lehrer und Akteure der Kulturwerkstatt stellen immer wieder fest, dass ein anderer Lernort als die Schule das Engagement der Kinder steigert. Die Möglichkeit, sich wie in der Kulturwerkstatt unter anderen Rahmenbedingungen zu bewegen, wirkt motivierend. „Give & Take“ geht 2018 in die dritte Runde.

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