Kulturwerkstatt Futter fürs Zugpferd

Altenberge -

„Die Kulturwerkstatt ist eine Aushängeschild für die Bildung“, sagt Vorstandsmitglied Dr. Lutz Wetzlar. In der Sitzung des Schul-, Sozial-, Sport- und Kulturausschusses zog er zusammen mit Susanne Opp Scholzen und Norbert Fritz eine erfreuliche Bilanz. Den Kommunalpolitikern fiel es leicht, einem Betriebskostenzuschuss zuzustimmen.

Von Martin Schildwächter
Diese Kinder beteiligten sich im Rahmen der „Sommersause“ am Programm der Kulturwerkstatt. Wie sich die Besucherzahlen in den vergangenen Jahren entwickelt haben, zeigt die Grafik.
Diese Kinder beteiligten sich im Rahmen der „Sommersause“ am Programm der Kulturwerkstatt. Wie sich die Besucherzahlen in den vergangenen Jahren entwickelt haben, zeigt die Grafik. Foto: nix

Es ging nicht nur, aber auch um Zahlen, die Susanne Opp Scholzen (Leiterin der Jugendkreativwerkstatt) sowie Dr. Lutz Wetzlar und Norbert Fritz (Vorstand Kulturwerkstatt) am Montagabend präsentierten. Ein Beispiel: Im Rahmen der Sommersause 2017 „pilgerten“ 400 Mädchen und Jungen an die Bahnhofstraße, um sich an den kreativen Angeboten zu beteiligen. In der Sitzung des Schul-, Sozial-, Sport- und Kulturausschusses wurde klar: Die Kulturwerkstatt ist mit ihren vielfältigen Angeboten nicht mehr aus Altenberge wegzudenken.

Vor zehn Jahren, blickte Susanne Opp Scholzen zurück, wurde das Gesamtkonzept für kulturelle Bildung auf den Weg gebracht. Opp Scholzen weiter: „Und seitdem hat sich eine Menge entwickelt.“

Die Kooperation mit zahlreichen Vereinen und Gruppen sei ein wichtiger Baustein für die erfolgreiche Arbeit der Kulturwerkstatt, betonte Opp Scholzen. Ein Ziel sei es unter anderem, junge Menschen an Kultur heranzuführen. Dabei blickte sie auch auf das nächste Großereignis im November: Für die „Spielzeit Münsterland“ haben sich bislang 741 Kinder aus den Kitas und Grundschulen angemeldet und erleben in der Kulturwerkstatt Theateraufführungen hautnah.

Das neue Vorstandsmitglied Lutz Wetzlar blickte unter anderem auf die zahlreichen Projekte, Ausstellungen und Auszeichnungen der Kulturwerkstatt – die Liste reichte vom „Bürgerpreis Demografie“ bis zu „Echolote, einer außergewöhnlichen Ausstellung im Eiskeller, die rund 1500 Besucher in zwei Wochen anlockte.

In seiner Bilanz hob Wetzlar auch die „einmalige Kombination“ von ehrenamtlichem Engagement in der Kulturwerkstatt und die Einbindung von hauptamtlichen, also bezahlten Kräften, hervor. So könne ein breites Spektrum an unterschiedlichsten Aktivitäten vorgehalten werden – von der Bildhauerei über Kabarett zur Boogie-Woogie-Session.

Die Kulturwerkstatt habe es sich zum Ziel gesetzt, die Kultur- und Kreativitätsförderung für Jung und Alt, für Einheimische und Zugezogene voranzubringen. Wetzlar weiter: „Wir möchten allen gesellschaftlichen Gruppen die Türen öffnen.“

Besonders stolz ist Lutz Wetzlar über eine Untersuchung von Geografie-Studenten der Uni Münster. Die Kulturwerkstatt „ist für Altenberge ein absoluter Motor für kulturelle Veranstaltungen und Bildung“, so Wetzlar. Die Kulturwerkstatt habe dazu beigetragen, dass Altenberge ein lebendiger Wohn- und Wirtschaftsstandort ist. Wetzlar: „Und darauf sind wir einigermaßen stolz.“

Stolz war Norbert Fritz am Montagabend darüber, dass er einen ausgeglichenen Etat, der 89 000 Euro beträgt, vorlegen konnte. Denn: Die Ausschussmitglieder mussten über einen 50-prozentigen Betriebskostenzuschuss entscheiden. Den gibt es und er beträgt für die nächsten drei Jahre jeweils 13 000 Euro. „Wir schätzen die Arbeit der Kulturwerkstatt sehr“, sagte Sigrid Schulze Lefert (CDU) und sprach damit stellvertretend für alle Parteien. „Wir haben starke Vereine, von der Musikschule über den Sportverein bis zur Kulturwerkstatt.“ Und genau das zeichne Altenberge aus.

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