„Weißer Ring“ informiert:
Opfer von Betrug werden oft allein gelassen

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Martin Sticker von der Opferschutzorganisation „Weißer Ring“ informierte auf Einladung des Heimatvereins Senden über die Maschen von Trickbetrügern und Einbrechern.

Mittwoch, 14.02.2018, 12:02 Uhr

Über die Maschen der Ganoven informierte Martin Sticker (r.) vom „Weißen Ring“ auf humorvoll und spannende Weise.
Über die Maschen der Ganoven informierte Martin Sticker (r.) vom „Weißen Ring“ auf humorvoll und spannende Weise. Foto: Geuting

Betrug, Einbruch und Abzocke bei Kaffeefahrten. Das kann mir doch nicht passieren, mag mancher insgeheim denken. Doch weit gefehlt. „Eine Betrugswelle rollt durchs Land.“ Darauf machte Martin Stricker vom „Weißen Ring“ rund 50 Interessierte beim Stammtisch des Heimatvereins im Saal Niemeyers auf humorvolle wie spannende Weise aufmerksam.

Der „Weiße Ring“ wurde vor über 40 Jahren von Eduard Zimmermann , bekannt aus der Sendung Aktenzeichen XY, gegründet. Über 4000 ehrenamtliche Berater kümmern sich mittlerweile bundesweit um Opfer von Gewalt, Trickbetrug und Abzocke, teilt der Heimatverein mit. Martin Stricker erklärte in seinem Vortrag die Vorgehensweise von Ganoven – besonders gegenüber Senioren: Das Auftreten der „falschen Polizei“, die sich das Vertrauen der Bürger durch ständige Anrufe ergaunert, um die Menschen dazu zu bringen, am Ende Wertgegenstände und Geld einem angeblichen Polizeibeamten auszuhändigen. Den Enkeltrick, wobei mit Schockanrufen vermeintliche Notsituationen dargestellt werden, um letztendlich Geld zu ergaunern.

Der Referent warnte vor Raubüberfällen bei der Geldabhebung an Bankautomaten, durch Ablenkung und Tricks geschulter Zeitgenossen, sowie Abo-Fallen an der Haustür. Er schilderte Beispiele vom Eindringen angeblich Hilfe suchender Mitmenschen, die dann die Wohnung geschickt durchstöbern. Auch die Maschen bei Kaffeefahrten und das Vorgehen bei Einbrüchen wurden lebhaft diskutiert, denn alle Heimatfreunde waren tief erschrocken, als Martin Stricker die Summen der ergaunerten Werte auflistete, heißt es im Bericht weiter.

„Opfer werden oft alleine gelassen, der ,Weiße Ring‘ möchte helfen, seien Sie wachsam“. Mit diesen Worten des Referenten traten die sichtlich beeindruckten Zuhörer den Heimweg an.

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