Exzellentes Konzert in der St.-Johannes-Kirche:
Himmlischer Neujahrsauftakt

Bösensell/Senden -

In der fast schon überfüllten St. Johannes-Kirche bescherten Heike Hallaschka, Christiane Alt-Epping und Gerd Radeke die Besucher mit „Engelsmusik“ und sorgten so für einen geradezu himmlischen Jahresauftakt.

Dienstag, 02.01.2018, 11:01 Uhr

Meisterhaft interpretierten Christiane Epping (v.l.), Heike Hallaschka und Gerd Radeke „Engelsmusik“ von Georg Friedrich Händel, Cecile Chaminade, Franz Abt, César Franck und John Rutter.
Meisterhaft interpretierten Christiane Epping (v.l.), Heike Hallaschka und Gerd Radeke „Engelsmusik“ von Georg Friedrich Händel, Cecile Chaminade, Franz Abt, César Franck und John Rutter. Foto: Dieter Klein

Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass das traditionelle Neujahrskonzert in der Bösenseller St.-Johannes-Kirche zu den herausragenden musikalischen Ereignissen des Münsterlandes zählt. So verwunderte es auch an diesem Spätnachmittag des ersten Tages 2018 niemand, dass im neuen Jahr die Kirchenbänke in Bösensell schon gut eine Stunde vor Konzertbeginn nahezu gefüllt waren. Später, als Pfarrer Klemens Schneider, neben der Sprecherin der Gruppe Aspekte, Monika Hochwald, die Besucher begrüßten, war die Kirche fast schon überfüllt.

Kein Wunder! Die Menschen, die aus dem ganzen Kreis Coesfeld trotz Regenschauer und Sturmböen angereist waren, wussten längst, dass sie auch diesmal mit exzellenter Musik des bewährten Spitzen-Künstler-Trios Heike Hallaschka (Sopran), Christiane Alt-Epping (Orgel) und Gerd Radeke (Trompete) rechnen konnten.

„Let the bright Seraphin“ hatten sich die Musiker als Titel gewählt. Und damit ihr Konzert ganz speziell mit Kompositionen über „Engelsmusik“ gestellt. Eine Rezeptur, die – wie sich bald herausstellte – fantastisch aufging. Und das nicht nur, weil die festlichen und besinnlichen Meisterwerke von Georg Friedrich Händel, Cecile Chaminade, Franz Abt, César Franck und John Rutter stammten. Es waren die Künstler, denen es gelang, das große Kirchenschiff mit „Seraphim und Cherubim“ zu einem himmlischen Erlebnisraum zu gestalten.

Passend zur Eröffnung: Marc Antoine Charpentiers „Prélude“ – die bekannten Eröffnungsfanfaren der Eurovisions-Veranstaltungen. Orgel und Trompete in totaler Ergänzung. Ebenso passend: Zum großen Finale (anderthalb Stunden später) Georg Friedrich Händels Klassiker „Let the bright Seraphim“. Gerd Radekes „Goldene Trompete“ meisterhaft und auch in äußerst langgezogenen Passagen lupenrein. Dazwischen pures Entertainment. Mal fast schon ein bisschen kitschig, wie bezeichnenderweise die Franz Abt-Titel: „Schlaf wohl, du süßer Engel du“ oder „Wollt ihr die Engel hören im Chor“. Dann wieder flott mit John Rutters himmlischen Evergreens: „Star carol“ und „Angel‘s Carol“. Große Klassik Georg Friedrich Händels „Prepare then, ye immortal Chor“ („Bereite dich vor, du unsterblicher Chor“).

Noch einmal herausragend das gelungene Zusammenspiel von Orgel und Trompete in der „Sonate“ des Dänen Thorvald Hansen. Bei Cecile Chaminades „Angelus Domini“ spielte Christiane Alt-Epping sogar den Schlag der Kirchenglocke. Während Radeke auf seiner Trompete meisterhaft ergänzend die zweite, die Mezzo-Sopran-Stimme neben Heike Hallaschka intonierte. Überhaupt: Heike Hallaschka, ein mitternachtsblauer Saphir, zeigt Jahr für Jahr mehr facettierten Schliff. Wunderbar, beinahe samtig ihr Sopran. Eine Stimme, die spielerisch den Kirchenraum füllt. Ein Engel, der hoffentlich noch viele Jahre die „Chrubime und Seraphime“ von St. Johannes ergänzen hilft.

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