Weihnachtskonzert in St. Laurentius:
Himmlisch schöne Klänge

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In der voll besetzten St.-Laurentius-Kirche erlebten die Besucher am Donnerstagabend ein grandioses Weihnachtskonzert, das vom Jugendorchester Havixbeck dargeboten wurde.

Freitag, 29.12.2017, 11:12 Uhr

Die 65 jungen Musiker des Jugendorchesters Havixbeck überzeugten sowohl mit gewaltigem orchestralen Klang als auch durch feinfühlig, filigranes Spiel.
Die 65 jungen Musiker des Jugendorchesters Havixbeck überzeugten sowohl mit gewaltigem orchestralen Klang als auch durch feinfühlig, filigranes Spiel. Foto: Dieter Klein

Mit sinfonischen Weihnachtsklängen in selten gehörter Qualität begeisterte das Havixbecker Jugendorchester am Donnerstagabend die Besucher von St. Laurentius. Im voll besetzten Gotteshaus überzeugten sich die atemlos staunenden Besucher davon, dass das Jugendorchester aus Havixbeck unter seinem Dirigenten Rainer Becker zu den allerbesten in Europa zählt.

Dabei war es nicht nur der gewaltige Klang, mit dem das 65-köpfige Ensemble die Menschen bis in die letzten Kirchenbänke förmlich fesselte, als vielmehr die feinfühlige, bis in die letzte Flötistin ausgearbeitete filigrane Einzeldarstellung eines jeden Instruments. Und die wiederum so diszipliniert untergeordnet, dass weder Pfarrer Klemens Schneider noch andere Besucher in den ersten Bänken von der orchestralen Wucht erschlagen wurden, sondern jede Spielart genießen konnten.

Ja, die Größe des Orchesters zwang den Dirigenten sogar, kurzfristig die „Troisième Suite, Op. 54“, in der die Glocken der berühmten Krönungskirche Westminster Abbey hörbar werden sollten, aus dem Programm zu nehmen. „Dafür habe ich nicht genügend Tastaturen“, hatte ihm der für diesen Abend engagierte Münsteraner Organist Simon Brüggeshemke zugeflüstert. Folglich spielte die Orgel stattdessen „nur“ barocke Improvisationen über „Zu Bethlehem geboren“. Die aber um so feierlicher.

Da im Programm vorwiegend festliche Weisen aus England vorgesehen waren, konnte es kaum einen besseren Einstieg als William Waltons bekannten „Crown Imperial“ („Krönungsmarsch“) geben. Mit beeindruckend wuchtigen Musikwellen! Wesentlich besinnlicher und doch berauschend folgten danach die bekannten „Singenden Engel“ in „Hark! The Herald Angels Sing“ und der Klassiker „First Suite in Es for Military Band“.

Den zweiten Einsatz der Orgel von St. Laurentius forderte Woodwards „Ding! Dong! Mery on High! – „Im Himmel läuten die Glocken, singen die Engel.“ Ein munteres Wechselspiel zwischen Orgel und Orchester. Feierliche Wechselspiele lieferten sich dann Blechbläserensembles in „Away in a Manager“ mit dem brillanten Flügelhorn-Solo von Christopher Krone und die „Schwarzwurzel“-Bläser in „Suite of Carols for Woodwind Ensemble“: Liebevoll servierte, typisch englische Weihnachtsweisen. Gefolgt vom feierlichen Festmarsch „Sine Nomine“ des Komponisten Ralph Vaughan Williams.

Damit sollte eigentlich Schluss sein. Doch die begeisterten Zuhörer forderten mehr. Darauf vorbereitet, ließen die jungen Musiker Edward Elgars „Nimrod“ erklingen: Träumereien in Zeitlupe. Um dann aber mit „O come, all ye faithfull“ selbst die Kerzen am Weihnachtsbaum „swingen“ zu lassen. Das Jugendorchester spielte und sang den Engelschor: „O Sing, choirs of angels. Sing in exultation, sing all that hear in heaven God’s holy word. Give your Father glory in the Highest; o come, let us adore him, Christ the Lord.“ – „Lasst uns ihn anbeten, Christus den König!“ Und damit war dann auch schon wieder Weihnachten. Überraschend und himmlisch schön!

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