Drei-Jahres-Plan für die Sendener Verwaltung erarbeitet:
Gleichstellung in Schwung bringen

Senden -

Zum 1. Januar tritt der neue Gleichstellungsplan der Gemeinde Senden für drei Jahre in Kraft. Er soll die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie die Chancen von Frauen auf Führungspositionen verbessern.

Mittwoch, 27.12.2017, 17:12 Uhr

Svenja Hähnel hofft, dass auf der Grundlage des neuen Gleichstellungsplanes die Arbeitsbedingungen im Rathaus für Männer und Frauen flexibler gestaltet werden können.
Svenja Hähnel hofft, dass auf der Grundlage des neuen Gleichstellungsplanes die Arbeitsbedingungen im Rathaus für Männer und Frauen flexibler gestaltet werden können. Foto: sff

Mann und Frau sind dem Gesetz nach gleichgestellt. Dennoch lasten Kindererziehung und häusliche Pflege immer noch häufig auf weiblichen Schultern. Andererseits sind Frauen in Leitungspositionen eher selten zu finden. Beide Phänomene finden sich nicht allein in der freien Wirtschaft, sondern auch im öffentlichen Dienst. Für einen gerechten Ausgleich im Sendener Rathaus soll der von 2018 bis 2020 geltende Gleichstellungsplan der Gemeinde sorgen, der in der letzten Ratssitzung des Jahres verabschiedet wurde.

„Es geht darum, die Gleichstellung zu fördern. Insbesondere sollen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie verbessert und die Unterrepräsentanz von Frauen in allen Bereichen abgebaut werden“, erläutert Sendens Gleichstellungsbeauftragte Svenja Hähnel , die den umfassenden Plan gemeinsam mit ihrer Stellvertreterin Anke Baumeister und Sachgebietsleiterin Petra Scholle erarbeitet hat.

Auf Grundlage des Plans wird im Rathaus über die Einrichtung von Telearbeitsplätzen nachgedacht, auf die grundsätzlich alle Bediensteten der Verwaltung zurückgreifen können. „Eine solche Möglichkeit kommt besonders denjenigen zugute, die durch Aufgaben der häuslichen Pflege gebunden sind oder den plötzlichen Ausfall der Kinderbetreuung auffangen müssen“, führt Hähnel aus. Die 34-Jährige musste nach der Geburt ihrer fünfjährigen Tochter und ihres zweijährigen Sohnes nach der Familienphase selbst wieder zurück in den beruflichen Alltag finden. Von daher weiß sie aus eigener Erfahrung, wie schwierig es sein kann, Arbeit und Familie unter einen Hut bringen.

Diesbezüglich sollen diverse, im Gleichstellungsplan aufgeführt Maßnahmen zur Flexibilisierung der Arbeitszeit und der Elternzeit sowie Beurlaubungen neue Möglichkeiten schaffen. Ergänzend könnte eine Kinderbetreuung am Arbeitsplatz im Notfall einen Beitrag zur Vereinbarkeit von Job und Familie leiten: „Egal, ob Vater oder Mutter: Es hilft schon, einen halben Tag mit Kind zur Arbeit zu kommen. Das ist besser, als den ganzen Tag auszufallen“, sagt Hähnel.

Ein weiteres wichtiges Ziel des Plans ist es, mehr Frauen in Leitungspositionen zu bringen. Das ist dann möglich, wenn bei einer Stellenvergabe zwischen einem Bewerber und einer gleichqualifizierten Bewerberin ausgewählt werden kann. Aktuell sind unter den elf Führungskräften im Sendener Rathaus übrigens nur zwei Frauen zu finden: die stellvertretenden Fachbereichsleiterinnen Petra Scholle und Rahel Epping.

Insbesondere sollen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie verbessert und die Unterrepräsentanz von Frauen in allen Bereichen abgebaut werden

Svenja Hähnel
Anzeige
Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5383468?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F166%2F
Bagatellfälle in der Notaufnahme
Viele Patienten suchen die Notfallsprechstunde im Krankenhaus auf, obwohl sie auch gut beim niedergelassenen Arzt hätten behandelt werden können.
Nachrichten-Ticker