Silvester
Böller und Raketen: Rücksicht nehmen ist Pflicht

Senden -

Wer das neue Jahr mit Böllern und Raketen begrüßen möchte, muss insbesondere im Bereich von Kirchen, Altenheimen sowie Reet- und Fachwerkhäusern Rücksicht nehmen und einen vorgeschriebenen Mindestabstand von 50 beziehungsweise 200 Metern wahren.

Samstag, 30.12.2017, 01:12 Uhr

Jede Menge Unrat entsteht Jahr für Jahr in der Silvesternacht durch Böller, Raketen und Sektflachen. Bleibt zu hoffen, dass möglichst viele Verursacher ihren Müll selbst fachgerecht entsorgen.
Jede Menge Unrat entsteht Jahr für Jahr in der Silvesternacht durch Böller, Raketen und Sektflachen. Bleibt zu hoffen, dass möglichst viele Verursacher ihren Müll selbst fachgerecht entsorgen. Foto: Große Hüttmann

Alle Jahre wieder steigen mit buntem Feuerregen explodierende Raketen in den Himmel, um das neue Jahr zu begrüßen. Böller und knallende Sektkorken geben der ausgelassenen Partystimmung einen ganz eigenen, unüberhörbaren „Klang“. Einem Sendener graut allerdings jetzt schon vor dem „Tag danach“: „37 abgebrannte Raketen habe ich im vergangenen Jahr auf meinem Grundstück eingesammelt“, sagt der Mann, der namentlich nicht erwähnt werden möchte, und im Umfeld des Altenheims wohnt.

Dort und an einigen anderen Stellen in der Gemeinde ist nicht nur mit großer Vorsicht zu böllern. Es ist gar nicht gestattet: „Das Abbrennen von Feuerwerkskörpern in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altenheimen sowie Reet- und Fachwerkhäusern ist verboten“, hieß es auf WN-Anfrage bei der Sendener Verwaltung.

Sicheres Silvester

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In der Nähe von Gebäuden oder Anlagen, die besonders leicht in Brand geraten können, dürfen Feuerwerkskörper nur in ausreichendem Abstand und unter Berücksichtigung der Windrichtung abgebrannt werden. Im Klartext: Bei der Zündung von Böllern und Raketen (Kategorie II) ist ein Mindestabstand von 50 beziehungsweise sogar 200 Metern zu bestimmten Gebäuden einzuhalten.

Das gilt in Senden zum Beispiel für das Altenheim St. Johannes, für die katholischen Kirchen, das evangelische Gemeindezentrum und den Spieker in Ottmarsbocholt. Darüber hinaus sollte ein Sicherheitsabstand auch zu Bäumen und Autos eingehalten werden. Ferner rät die Gemeindeverwaltung dazu, in der Silvesternacht vorsorglich sämtliche Lüftungsklappen und Fenster der Wohnung zu schließen. Dies gelte auch für Büro- und Betriebsräume, Läger, Schuppen und Garagen.

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Und was ist mit dem Unrat, der zurückbleibt ? „Eigentlich sollte es selbstverständlich sein, dass jeder seinen Schmutz selbst entsorgt“, sagt Walter Hau­schopp, Chef des Sendender Liegenschaftsamtes. Für die Reinigung der Gehwege gelte jedoch die Straßenreinigungspflicht des Anwohners. „Und auch auf dem privaten Grundstück ist es leider so, dass der Eigentümer selbst in der Pflicht ist“, ergänzt Mitarbeiter René Günther.

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