Zahl der DRK-Einsätze um sieben Prozent gestiegen: „Falscher Alarm“ hält Rettungsdienst auf Trab

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Statt die ärztliche Bedarfsstelle anzurufen, melden sich an den Wochenenden plötzlich Erkrankte immer häufiger unter der Notrufnummer 112. Diese Anrufe halten den Rettungsdienst unnötig auf Trab.

Von Dieter Klein
Alle Jahre wieder besuchen Vertreter des DRK Präsidiums die Rettungswache Senden. DRK-Präsident Konrad Püning (l.) und DRK-Kreisvorstand Christoph Schlütermann (r.) versüßten Rettungsassistent Daniel Lach und Kollegin Carina Fröbel den Dienst zu Weihnachten.
Alle Jahre wieder besuchen Vertreter des DRK Präsidiums die Rettungswache Senden. DRK-Präsident Konrad Püning (l.) und DRK-Kreisvorstand Christoph Schlütermann (r.) versüßten Rettungsassistent Daniel Lach und Kollegin Carina Fröbel den Dienst zu Weihnachten. Foto: Dieter Klein

Eine ganze Ladung weihnachtlich gefüllter Geschenktüten lagerten schon im gemütlichen Aufenthaltsraum der Sendener DRK-Rettungswache, als DRK-Präsident Konrad Püning gemeinsam und DRK-Kreisvorstand Christoph Schlütermann dort am Heiligen Abend eintrafen. Ein Besuch mit Tradition. Denn alle Jahre wieder wollen sich die Vertreter der DRK-Zentrale in Coesfeld auf diese Weise für die geleistete Arbeit ihrer Mitarbeiter an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr im „Außendienst“ bedanken.

Dieses Mal hatten Rettungsassistent Daniel Lach und Rettungssanitäterin (in Ausbildung) Carina Fröbel in der Sendener Rettungswache Dienst „Heute bis 18.30 Uhr. Dann werden wir abgelöst. Und dann am ersten Weihnachtstag wieder von 6.30 Uhr an“, verriet Lach und sorgte sich schon mal um seine warme Mahlzeit, die er von zu Hause in Münster mitgebracht hatte: Nudel-Brokkoli-Auflauf mit Schinken.

„Die gut eingerichtete Küche bietet den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Möglichkeit, sich selbst Essen zu bereiten“, erklärte Püning. „Doch auch hier prüfen wir weiter eventuelle Verbesserungen.“ Immerhin besetzen auf Kreisebene (neben vielen ehrenamtlichen Helfern) DRK-Mitarbeiter die Stützpunkte Olfen, Ascheberg, Lüdinghausen, Senden, Nottuln, Havixbeck, Coesfeld und Billerbeck.

Die Anforderungen an die Einsatzkräfte wachsen stetig. So ist die Zahl der Einsätze im Vergleich zum Vorjahr (rund 1300) erneut um etwa sieben Prozent gestiegen, berichtete Schlütermann. „Besonders an Wochenenden, wenn Menschen plötzlich erkrankt sind und in Not und Panik geraten, den Hausarzt nicht sofort erreichen und dann die 112 wählen. Sicher wird kein Rettungswagen-Team sie abweisen und in eine Krankenhaus bringen. Doch besser wäre es, in nicht akuten Notfällen die Rufnummer 116117 der ärztlichen Bedarfsstelle zu wählen“, empfahl der DRK-Vorstand.

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