Stadion-Pläne für Bösensell Adler sucht Platz für seinen Horst

Bösensell -

Die Debatte um den Stadion-Standort geht weiter. Die Führungsriege des SCP hat noch keine Grundsatzentscheidung gefällt, stellt aber die Vorzüge Bösensells heraus.

Von Dietrich Harhues
In seinen Krallen hält der Preußen-Adler das Stadion schon, nur der Standort für die Fußballarena fehlt noch . . .
In seinen Krallen hält der Preußen-Adler das Stadion schon, nur der Standort für die Fußballarena fehlt noch . . . Foto: Schwarze Blanke

Das Wappentier nutzt seine Adleraugen. Beim Blick über die bisherigen Reviergrenzen hinaus, hat er in Bösensell „Beute“ erspäht. Wobei Senden und sein Ortsteil an der A 43 sicher nicht vom Traditionsclub samt Investoren und Sponsoren zur Strecke gebracht wird. Im Gegenteil, bei der Frage, ob die Gemeinde ein Stadion will und verträgt, liegen Chancen und Risiken nah beieinander.

Eine Weichenstellung des Sportvereins über die Zukunft seiner Spielstätte steht noch aus. Nach der Sitzung von Vorstand und Aufsichtsrat von Donnerstag haben sich die Preußen am Freitagmorgen in einer umfassenden Pressemitteilung erklärt. Die Quintessenz: Möglichst noch in diesem Jahr soll eine „Grundsatzentscheidung“ über den bevorzugten Standort fallen, um hernach die „operativen Schritte“ einleiten zu können.

Dass neben Münster, das für die Vereinsoberen innerlich abgehakt zu sein scheint, noch Greven im Rennen ist, wird in der Verlautbarung von SCP-Sprecher Marcel Weskamp erwähnt. Ausführlich und unmissverständlich würdigt der Club aber die Vorzüge Bösensells. Die Lage an der Autobahn und fußläufige Nähe zum Bahnhof lasse die Erreichbarkeit und Vermarktung aus Sicht von Investoren als „geradezu optimal“ erscheinen.

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Ob SCP-Präsident Christoph Strässer, der beim Internationalen Begegnungsfest im Juli neben Trainer Ismail Atalan bei der Debatte über Integration im JHG auf dem Podium saß, demnächst regelmäßig nach Senden/Bösensell kommt? Die Sympathie für diesen Standort und die Fakten scheinen nahezulegen, dass diese Gemeinde beim Buhlen um die Gunst der Standort-Entwickler die Nase vorn hat. Immerhin, so die Preußen, sei Münsters OB Markus Lewe darüber im Bilde gewesen, dass der Preußen-Adler verstärkt in diese Richtung schaut.

Ob dies als Segen oder Fluch betrachtet wird, trennt bereits die Lager. Während die einen Belastungen wittern für Finanzen, Verkehr und durch Fans mit womöglich teils beschränkter Kinderstube, erstrahlt für die anderen mit einer Münsterland-Arena Bösensell als ein Leuchtturm für die ganze Region. Als Stätte nicht nur für den Sport könnte das Projekt wirklich seinen Reiz haben. Nicht nur im Auge des Adlers als Betrachter.

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