Senden-App und neue Gemeinde-Homepage in Arbeit: Schnelles Internet nimmt Tempo auf

Senden -

Die Digitalisierung schreitet in Senden voran: In den Schulen, im Rathaus und im Ortskern soll ein flächendeckendes WLAN-Netz entstehen. Parallel wird an einer Senden-App und einer neuen Gemeinde-Homepage bearbeitet.

Von Siegmar Syffus
Alle Schulgebäude sollen künftig komplett mit WLAN ausgeleuchtet werden. Melanie Baßenhoff und Niklas Esser zeigen den Plan für das Joseph-Haydn-Gymnasium.
Alle Schulgebäude sollen künftig komplett mit WLAN ausgeleuchtet werden. Melanie Baßenhoff und Niklas Esser zeigen den Plan für das Joseph-Haydn-Gymnasium. Foto: sff

Der Anschluss an die Datenautobahn ist längst nicht nur für hoch technisierte Unternehmen eine elementare Standortvoraussetzung. Auch viele kleine und mittlere Firmen sowie landwirtschaftliche Betriebe sind immer stärker auf schnelles Internet angewiesen. Ebenso schreitet in den Schulen die Entwicklung zum „digitalen Klassenzimmer“ voran – als Basis für die Berufe der Zukunft.

Die Gemeinde Senden liegt bei der Digitalisierung bundesweit mit an der Spitze: „In Deutschland sind aktuellen Berichten zufolge nur 1,6 Prozent aller Gebäude an eine Glasfaserleitung angeschlossen“, weiß Melanie Baßenhoff . „Mit unserem flächendeckenden Netz in den Ortsbereichen Senden, Ottmarsbocholt und Bösensell sind wir gut aufgestellt“, sagt die Wirtschaftsförderin.

Dass man sich im Rathaus nicht auf den geernteten Lorbeeren ausruht, macht ihr Kollege Niklas Esser deutlich: „Der Weg in die Digitalisierung erfolgt in vielen kleinen Schritten. Darum sind wir kontinuierlich und parallel in vier Bereichen tätig: der Digitalisierung in den Schulen und im Rathaus, dem WLAN im Ortskern und dem Glasfaserausbau in den Außenbereichen.“ Dazu arbeitet die Gemeinde Senden im Projekt „Smart City“ mit der Deutschen Glasfaser, Helinet, Cisco, dem Verband Breitband Kommunikation und dem Städte- und Gemeindebund zusammen.

„Mittlerweile sind alle öffentlichen Gebäude in der Gemeinde Senden an das Glasfasernetz angeschlossen“, informiert der Wirtschaftsförderer. „Jetzt geht es uns darum, das schnelle Internet per WLAN in alle Klassenräume der Schulen und alle Büros der Verwaltung zu bringen, damit dort digital zum Beispiel auch mit Tablets gearbeitet werden kann.“ In den Sommerferien seien das Joseph-Haydn-Gymnasium und die Geschwister-Scholl-Realschule für eine Vernetzung ausgemessen worden, durch die künftig das komplette Gebäude mit WLAN „ausgeleuchtet“ werden kann. „In der Edith-Stein-Schule ist das bereits geschehen“, lobt Esser die Eigeninitiative der Schule.

In der Edith-Stein-Schule besteht dank Eigenleistung bereits ein flächendeckendes WLAN-Netz. Die Schüler können sogar im Nebengebäude drahtlos im Internet recherchieren. Foto: sff

Entsprechend wie in den Schulen, sollen auch das Rathaus und dessen Nebengebäuden drahtlos mit schnellem Internet versorgt werden. „Es muss ermittelt werden, wie viele Zugangspunkte wir für einen einwandfreien Betrieb brauchen, welche Hardware angeschafft werden muss und in welchem Kostenrahmen wir uns bewegen“, erläutern Baßenhoff und Esser. Das Projekt laufe in Schulen und im Rathaus parallel, um Synergieeffekte wirtschaftlich nutzen zu können.

Doch nicht allein Geschwindigkeit und Flächenabdeckung des digitalen Netzes werden optimiert. Im Rathaus wird auch an neuen Angeboten gewerkelt. „Wir überarbeiten gerade unsere Homepage. Sie soll moderner, schicker und übersichtlicher werden. Bis Anfang 2018 soll es außerdem eine Senden-App geben, die unseren Bürgerinnen und Bürgern sowie Ortsunkundigen mit vielen Informationen, Tipps und Orientierung dient“, führt der Wirtschaftsförderer aus.

Auch der Glasfaser-Ausbau in den Außenbereichen kommt Schritt für Schritt voran: „Seit Anfang September werden die ersten Leerrohre in der Bauerschaft Gettrup für über 30 aktive Anschlüsse verlegt. Anschließend folgen die Bereiche Bereiche Wierling/Holtrup und Schölling“, sagt Baßenhoff. Alle 15 Polygone (Nachbarschaften) in den Außenbereichen von Senden, Ottmarsbocholt und Bösensell sollen bis Ende 2018/Anfang 2019 an die Datenautobahn angeschlossen sein.

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