Wohnheimprojekt in Appelhülsen
Selbstkritische Worte und viel guter Wille

Appelhülsen -

Die CDU-Fraktion hat sich für ihren Anteil an der missglückten Abstimmung zum Wohnheimprojekt entschuldigt. Und mit der Stift Tilbeck GmbH nach Wegen gesucht, das Vorhaben zu realisieren.

Sonntag, 11.02.2018, 21:02 Uhr

Ein konstruktives Gespräch führten Markus Lunau (l.) und Hartmut Rulle (r.) im Namen der CDU-Fraktion mit Pfarrdechant Norbert Caßens (2.v.l.) und Thomas Kronenfeld, Geschäftsführer der Stift Tilbeck GmbH.
Ein konstruktives Gespräch führten Markus Lunau (l.) und Hartmut Rulle (r.) im Namen der CDU-Fraktion mit Pfarrdechant Norbert Caßens (2.v.l.) und Thomas Kronenfeld, Geschäftsführer der Stift Tilbeck GmbH. Foto: Pfarrgemeinde St. Martin

Nach der überraschenden Ablehnung des Bauvorhabens der Stift Tilbeck GmbH in Appelhülsen durch den Rat kamen jetzt der CDU-Fraktionsvorstand und Thomas Kronenfeld, Geschäftsführer der Stift Tilbeck GmbH, in den Räumen von Gastgeber Pfarrdechant Norbert Caßens zusammen, um über die Gründe der Ablehnung durch die CDU-Fraktion zu sprechen und einen Konsens zum weiteren Vorgehen auszuloten.

Fraktionsvorsitzender Hartmut Rulle und Fraktions-Vize Markus Lunau versicherten, dass das Nein der CDU in Rat und Ausschuss auf eine verbesserte städtebauliche Einpassung in den Appelhülsener Ortskern abzielt und keinesfalls das Projekt und seine sozialkaritative Zielsetzung verhindern soll. Gleichzeitig räumten beide Kommunikationsdefizite ein. So stellte Markus Lunau klar: „Spätestens nach unserem Nein in der Ausschusssitzung hätten wir mit St. Martin und Stift Tilbeck über die Hintergründe unserer Entscheidung sprechen müssen. Dann wäre mit Blick auf die Ratssitzung noch eine für beide Seiten tragfähige Lösung möglich gewesen.“ Hartmut Rulle ergänzte: „Da ist einiges schiefgelaufen, und für unseren Anteil daran entschuldigen wir uns!“

In dem offenen und sachorientierten Gespräch begrüßten Norbert Caßens und Thomas Kronenfeld die selbstkritische Haltung der CDU und erläuterten die baulichen und finanziellen Rahmenbedingungen des Projektes. Kronenfeld: „Wir halten eine Außenwohngruppe an diesem Standort im Herzen Appelhülsens nach wie vor für perfekt. Weniger als 24 Wohneinheiten sind jedoch aufgrund der Förderrichtlinien nicht möglich. Um diese umzusetzen, müssen wir hier bei der geplanten Dreigeschossigkeit bleiben.“

Norbert Caßens lag eine Feststellung am Herzen: „Wir sind sicher, in Appelhülsen schon im ersten Vorschlag eine gute Lösung zwischen betriebswirtschaftlicher Notwendigkeit und städtebaulicher Verträglichkeit gefunden zu haben. Dennoch bieten wir an, nachzubessern, um einen größtmöglichen Konsens mit der Politik zu finden.“ So wollen Kirche und Stift Tilbeck die Dachform umgestalten und insbesondere die Höhe des Daches zurücknehmen. Seitens Stift Tilbeck wurde außerdem noch mal bekräftigt, dass ein Ausbau des Dachgeschosses nicht vorgesehen sei, schreibt die CDU in einer Pressemitteilung.

Am Ende bekundeten alle Beteiligten ihre Einschätzung, die bestehenden Irritationen weitestgehend ausgeräumt zu haben. Sie wollen nun gemeinsam ihren Beitrag leisten, das Projekt schnell wieder auf den Weg zu bringen und insbesondere im Interesse der zukünftigen Bewohner schnell zu verwirklichen.

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