Historischer Verein „Die Äbtissin lädt zur Jagd“

Nottuln -

Mit einem Highlight wartete der Historische Verein Nottuln auf: Jagdutensilien von vor 300 Jahren wurden ausgestellt.

Der Historische Verein – hier mit Hans Gabbert – freute sich über die Gäste: Silke Surberg-Röhr (r.) und Helga Dubois. Drei Darsteller (v.l.): Friedhelm Becker, Dieter Röhr und Pierre Dubois.
Der Historische Verein – hier mit Hans Gabbert – freute sich über die Gäste: Silke Surberg-Röhr (r.) und Helga Dubois. Drei Darsteller (v.l.): Friedhelm Becker, Dieter Röhr und Pierre Dubois. Foto: Historischer Verein Nottuln

Einen ganz besonderen Leckerbissen für historisch Interessierte, besonders auch für Jäger, hatte der Verein „Historisches Nottuln“ auf dem Martinimarkt zu bieten. Wie schon im Vorjahr präsentierte er im Rahmen eines „Historischen Cafés“ in der Alten Amtmannei eine Ausstellung, diesmal unter dem Motto „Die Äbtissin lädt zur Jagd“. Und die kam richtig gut an. „Es war Wahnsinn“, freut sich Hans Gabbert , 2. Vorsitzender des Vereins. „Wir haben unheimlich viele Besucher gehabt.“

Kein Wunder. Dem Verein war es gelungen, zwei der bekanntesten Figuren aus der Vergangenheit zu gewinnen: Johann Georg von Langen (Dieter Röhr) und seine Gemahlin, Anna Theresia Freifrau von Velen (Silke Surberg-Röhr). Das Ehepaar Röhr vertritt die „Interessengemeinschaft barocke Jagd“, ein Netzwerk von Experten und Darstellern, die das Thema Jagd im Hochbarock bzw. Rokoko (etwa 1650-1770) erforschen, rekonstruieren und im Rahmen von Veranstaltungen darstellen.

Zusammen mit ihren „Adjutanten“, Pierre und Helga Dubois, hatten sie im Kaminzimmer der Alten Amtmannei eine sehenswerte Ausstellung mit vielen echten Exponaten aufgebaut und dabei die Sitten, Gebräuche, Mittel und Abläufe einer historischen Jagd veranschaulicht und erläutert. Sowohl Jagdwaffen als auch jede Art von Gegenständen, zur Jagd und Hege des Wildes von vor rund 300 Jahren waren zu sehen. Außerdem hatten die aus Meppen angereisten Experten den Besuchern fachkundige Erklärungen zu Fragen der historischen Jagd geben können.

Denn sie sind selbst Jäger und daneben – wie auch einige Mitglieder des Historischen Vereins - im Schießen der originalen historischen Vorderlader geübt. „Überrascht waren die ‚adeligen Jäger‘ über die ungewöhnliche Sachkunde der Interessenten in Nottuln und die detaillierten Fragen zu den ausgestellten Stücken“, erzählt Hans Gabbert.

Ein weiterer Höhepunkt war der Auftritt der heimischen Jagdhornbläsergruppe Baumberg-Stevern unter der Leitung von Jörg Thiemann am Sonntag im Obergeschoss der Alten Amtmannei. Diese boten einen hervorragenden musikalischen Beitrag zum Thema „Jagd“.

Daneben präsentierte sich der Verein durch eine permanente Diaschau und großformatige Fotos mit seinen bisherigen Projekten. In einer Fotoecke gab es für die Besucher Gelegenheit, sich mit einem Offizier der damaligen Zeit (dargestellt von Friedhelm Becker) in seiner prächtigen Uniform ablichten zu lassen.

Regen Zuspruch fanden wieder Kuchen und Torten und diesmal auch eine spezielle „Jagdsuppe“. „Alles in allem: ein Riesenerfolg“, schreibt der Verein in einer Pressemitteilung.

 

Leserkommentare
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5287130?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F164%2F