Martinimarkt Warmes ging weg wie warme Semmeln

Nottuln -

Die sozialen Vereine waren zufrieden, zum Teil sogar hochzufrieden. Das Wetter hat der Resonanz nicht geschadet.

Von Frank Vogel
Auf in die Lüfte: Die Mädchen und Jungen ließen ihre Luftballons in den blauen Himmel über Nottuln starten.
Auf in die Lüfte: Die Mädchen und Jungen ließen ihre Luftballons in den blauen Himmel über Nottuln starten. Foto: Frank Vogel

Die Debütanten waren hochzufrieden: In zwei Hütten nebeneinander waren zum ersten Mal die Nähstube der Flüchtlingshilfe und Unicef , in Zusammenarbeit mit dem Rupert-Neudeck-Gymnasium, auf dem Martinimarkt vertreten. Marga Lütkecosmann von der Flüchtlingshilfe war begeistert: „Wir sind fast ausverkauft und super zufrieden.“ Viele Gäste lernten die Flüchtlingshilfe auf diesem Wege kennen, zudem waren viele andere ehrenamtlich in der Flüchtlingsarbeit Engagierte da und tauschten sich mit den Nottulnern aus.

Geradezu euphorisch war Wilm Schmitz , der den Unicef-Stand betreute: „Im vergangenen Jahr haben wir erstmals Weihnachtskartensets verkauft. Vier Wochen lang. Hier haben wir nur zwei Tage gebraucht, um genauso viele Sets zu verkaufen.“ Tatkräftig unterstützt wurde der Unicef-Aktivist von Schülern und Eltern des Rupert-Neudeck-Gymnasiums. „Ich habe jede Menge Helfer, das ist richtig klasse.“ Verkauft wurden auch die Holzarbeiten des Rorupers Günther Ring, der seine handwerkliche Leidenschaft schon seit vielen Jahren in den Dienst von Unicef stellt.

Angesichts des eher ungemütlichen Wetters waren vor allem auch diejenigen zufrieden, die Warmes an den Mann und die Frau brachten. Sei es die Erbsensuppe des Deutschen Roten Kreuzes, die wegging wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln, seien es die Waffeln der Magdalenen-Kita, für die mehrfach Teig nachgemacht werden musste. Oder sei es der Glühwein, den die Eltern-Kind-Gruppe neben ihrer sehr gut angenommenen Tombola anbot.

Auch die Kolpingsfamilie lag mit ihrem Seehund und dem Seepferdchen genau richtig. Der Erlös aus dem Verkauf der Heißgetränke unterstützt nicht nur ein Zisternen-Projekt in Uganda, sondern wird auch für das für 2019 geplante Familienwochenende zurückgelegt.

Differenzierter war der Kommentar des Fördervereins der Liebfrauenschule. Der Verkauf am Samstag sei „bombig“ gewesen, am Sonntag jedoch „war es schon mal besser“. Der Förderkreis Centro Social Caruacu war auch nicht unzufrieden: „Angesichts der Wetterprognosen hätte es schlechter sein können.“

„Wir haben ein positives Feedback von unseren Ausstellern bekommen“, sagte Klaudia Meyer von der Kaufmannschaft Nottuln zum Ausstellungszelt. Hochzufrieden zeigten sich Karin und Hans Glose vom Reinigungsspezialisten Jemako: „Für uns war es hier wieder richtig gut.“ Mehr Besuch hatte sich hingegen Bernd Gehrmann vom gleichnamigen Nottulner Autohaus erhofft. Das Unternehmen bespielte mit den Autohäusern Wiens und Lütke-Uphues (ebenfalls Mitglieder der Kaufmannschaft Nottuln) sowie dem Autohaus Heger aus Dülmen die Automeile.

In die Luft ging es am Stiftsbrunnen. Hier hatten Heimatverein und MGV wieder zum Luftballonwettbewerb eingeladen. Und die Kinder entließen ihre bunten Ballons in den blauen Himmel über Nottuln.

Als „ruhig“ bezeichneten am Montagmittag sowohl die Gemeinde als auch die Polizei den Verlauf des Martinimarktes. Die Polizei zählte vier Platzverweise und zwei Strafanzeigen. Im einen Fall wurde ein Kinderkarussell beschädigt, im anderen ein Martinimarktbesucher beraubt (der Vorfall spielte sich aber am Grauten Ihl ab). Das Ordnungsamt sprach einen Platzverweis aus und verteilte Knöllchen an Falschparker.

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