Martinimarkt Fröhliche Gesichter trotz Regens

Nottuln -

Mehrere Tausend Besucher haben den Weg zum Nottulner Martinimarkt gefunden. Trotz zeitweiligen Regens war die Stimmung gut.

Von Iris Bergmann
Nottulns neues Wahrzeichen für ein Martinimarkt-Wochenende: Das Fahrgastgeschäft „Jekyll und Hyde“ im Hanhoff.
Nottulns neues Wahrzeichen für ein Martinimarkt-Wochenende: Das Fahrgastgeschäft „Jekyll und Hyde“ im Hanhoff. Foto: Iris Bergmann

Es war Punkt 15 Uhr am Samstag, als Petrus die Schleusen für einen kräftigen Regenguss aufmachte. Und es war 20 Minuten später, als Bürgermeisterin Manuela Mahnke den 395. Martinimarkt in Nottuln eröffnete. Zu dem Zeitpunkt hatte der Regen aufgehört und der Spaß konnte beginnen: drei Tage fröhlicher Ausnahmezustand in der guten Stube der Baumbergegemeinde.

Wie die Tradition es verlangt, hatten sich mit dem Aufmarsch der St. Martini-Bruderschaft die Vertreter der Schausteller, Gemeinde und Politik vor der großen Heitmann-Orgel eingefunden. Philipp Heitmann begrüßte gemeinsam mit Bürgermeisterin Manuela Mahnke die Martinimarkt-Besucher, dankte Schaustellern, Händlern, beteiligten Firmen und Polizei und übergab an die Bürgermeisterin die sogenannte Orgelspende – die Einnahmen, die durch die Heitmannsche Orgel eingespielt wurden. In diesem Jahr kommt das Geld dem Tierheim in Lette zugute. Die Geschäftsführerin des Tierschutzvereins Coesfeld, Dülmen und Umgebung, Sandra Kassenböhmer aus Nottuln, freute sich über 300 Euro für die Tiere.

Dann hieß es: „Der Martinimarkt 2017 ist eröffnet!“ Und als ob ein unsichtbarer Schalter umgelegt wurde, schallte plötzlich Musik überall durch‘s Dorf, waberte der Duft von gebrannten Mandeln, Bratwust und Glühwein durch die Gassen.

Am Samstag konnten die Besucher noch recht entspannt über den Martinimarkt bummeln und schauen, ob die üblichen Stände an ihrem Platz oder welche neuen Stände dazugekommen waren. Wie ein Magnet zog es viele zum Hanhoff, wo das Karussell „Jekyll und Hyde“ aufgestellt war, die Attraktion in diesem Jahr. Und so mancher schüttelte ungläubig den Kopf beim Blick in den Himmel. „Neee, da kriegen mich keine zehn Pferde rein“, war immer wieder zu hören.

Der Andrang an den Fahrgeschäften war zunächst noch nicht allzu groß und die Wartezeit auf Pizza oder süße Crêpes hielt sich in Grenzen. Am Abend tönte aus den Gaststätten im Ort ohrenbetäubende Musik und beim Blick hinein ließ sich erahnen, dass da „voll die Party abging“.

Der Sonntagvormittag begann mit „Meimel“ – echtem Münsterländer Landregen, was Dechant Norbert Caßens nicht davon abhielt, im Rahmen des Gottesdienstes anlässlich des Patronatsfestes den Umgang mit der Statue des Heiligen Franziskus zu machen. „Wir sind ja nicht aus Zucker“, meinte er schmunzelnd. Und so zog der Tross, die Figur geschultert von Männern der St.-Martini-Bruderschaft, feierlich um die St.-Martinus-Kirche. Danach erwachte dann auch der Martinimarkt wieder, die Stände wurden geöffnet und hergerichtet und erwarteten die Besucher.

Trotz des Regens gab es keine mürrischen, sondern durchweg optimistische und fröhliche Gesichter, sowohl bei den Schaustellern und Händlern als auch bei den Besuchern. Das bewies, was Manuela Mahnke bei der Eröffnung gesagt hatte: „Der Martinimarkt wird nicht einfach nur gefeiert, er wird gelebt.“ Recht hat sie.

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