Rupert-Neudeck-Gymnasium „Was uns bewegt“

Nottuln -

Trump, Flüchtlinge und Walfang: Schüler des Gymnasiums setzten sich mit aktuellen Themen künstlerisch auseinander.

Von Pia Büttner
Gruppenbild bei der Eröffnung (v.l): Stellvertretende Schulleiterin Jutta Glanemann, stellvertretender Bürgermeister Paul Leufke, Pastoralreferent Philipp Lammering und Lehrerin Wiebke Tiessen mit ihren beiden Kunstkursen
Gruppenbild bei der Eröffnung (v.l): Stellvertretende Schulleiterin Jutta Glanemann, stellvertretender Bürgermeister Paul Leufke, Pastoralreferent Philipp Lammering und Lehrerin Wiebke Tiessen mit ihren beiden Kunstkursen Foto: Frank Vogel

„Ich freue mich sehr, dass die jungen Leute sich noch bewegen lassen“, sagte die stellvertretende Schulleiterin des Rupert-Neudeck-Gymnasiums, Jutta Glanemann . „So schlecht, wie manche aktuelle Entwicklung in der Welt ist, so gut ist es zu sehen, dass Ihr aktiv werdet, Euch für etwas einsetzt.“

Das Lob galt am Donnerstag den beiden Kunstkursen der Q2 des Gymnasiums. Diese eröffneten unter dem Titel „Was uns bewegt“ eine Ausstellung in der Pfarrkirche St. Martinus. Gezeigt werden dort die Kunstwerke der 31 Schülerinnen und Schüler, in denen sie sich mit aktuellen Problemen der Gesellschaft auseinandersetzen. Dazu gehören Fragen des Klimaschutzes, die Flüchtlingssituation und die Schere zwischen Arm und Reich.

Die Bilder sind im vergangenen Schuljahr innerhalb von zweieinhalb Monaten gefertigt worden. Zunächst erstellte jeder einzelne Schüler eine Collage aus Bildern, Zeitungsartikeln und mehr zu einem Thema. Anschließend wurden die Ergebnisse gesammelt und in Gruppen diskutiert. Daraus entwickelten diese dann große Gemeinschaftsbilder.

Die Begrüßung am Donnerstag erfolgte durch den Pastoralreferenten Philipp Lammering, der sich sicher war, dass die Bilder nicht nur für die Künstler sehr bewegend sind, sondern auch für die, die sie sich ansehen: „Ich freue mich, dass ihr eure Werke hier in unserer Pfarrkirche präsentiert und somit die anderen Menschen auf die Probleme unserer Gesellschaft aufmerksam macht.“

Anschließend dankte auch stellvertretender Bürgermeister Paul Leufke den Schülern, dass sie den Mut haben, mit den Arbeiten an die Öffentlichkeit zu gehen und wies darauf hin, dass es sehr viele Möglichkeiten gebe, die Bilder zu deuten.

Jutta Glanemann bedankte sich auch bei Wiebke Tiessen , die als Kunstlehrerin das Projekt in die Wege geleitet hatte, genauso wie bei der Pfarrgemeinde, die den Ausstellungsort zur Verfügung gestellt hat. An die Schüler gewandt lobte sie: „Ihr zeigt Haltung, wollt etwas bewegen.“

Wiebke Tiessen machte deutlich: „Wir wollten die Werke nicht in der Schule verstecken, sondern der Öffentlichkeit zeigen, um die Menschen auf die aktuellen Probleme unserer Gesellschaft aufmerksam zu machen.“ Der Ausstellungsort sei optimal, da man für die großen Bilder Platz gebraucht habe und weil die Kirche Ruhe gebe und so auch die Konzen­tration auf die Bilder möglich mache.

Anschließend gab es einen gemeinsamen Rundgang durch die Kirche, bei dem Wiebke Tiessen, gemeinsam mit ein paar Schülern, die einzelnen Werke erläuterte und auf eine Besonderheit hinwies: „Auf jedem Bild ist die Lichtträgerin zu sehen. Diese ist eine Figur aus Picassos berühmtem Bild ‚Guernica‘. Sie steht für die Weltöffentlichkeit. Sie erhellt etwas. Und sie ist zugleich ein Symbol für die politische Freiheit und für die Aufklärung.“

Die Werke sind noch bis zum 30. November in der St.-Martinus-Kirche zu bewundern. Die Schülerinnen und Schüler würden sich zudem sehr freuen, wenn die Besucher anschließend ihre Gedanken zu den Bildern und zur Ausstellung in ein dafür vorgesehenes Buch schreiben.

Zum Thema

Am 25. November (Samstag) wird Pastoralreferentin Michaela Bans in der Predigt im Gottesdienst um 18.30 Uhr Bezug auf die Bilder und ihre Themen nehmen.

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