„Storno“ in Darup „So schön war es noch nie . . .“

Darup -

Premiere für die Vorpremiere: Erstmals probierte das „Storno“-Trio sein Programm in Darup aus.

Von Ulla Wolanewitz
„Storno“: Zur Vorpremiere kamen Harald Funke, Jochen Rüther und Thomas Philipzen nach Darup.
„Storno“: Zur Vorpremiere kamen Harald Funke, Jochen Rüther und Thomas Philipzen nach Darup. Foto: Ulla Wolanewitz

Gehen die „Stornisten“ mit ihrem Jahresrückblick auf den Bühnenboden, wird keine Atempause gemacht. Da werden die Gehirnzellen von gewaltigem Wortwitz wachgerüttelt und durchgeschüttelt. Und diesmal gab´s eine Premiere. Die Vorpremiere, vom IBP seit vielen Jahren im Billerbecker Bahnhof organisiert, fand erstmals auf dem Alten Hof Schoppmann in Darup statt. Das große Plus: 50 Prozent mehr Sitzplätze.

Für das Trio aus dem Optimismus-Beauftragten und Messdiener-Marine Thomas Philipzen , dem Hobby-Apokalyptiker Jochen Rüther und dem Grimassen-Magier Harald Funke gab´s aber keinerlei Akklimatisierungsprobleme. Volle Lotte heizte das eingespielte Team durch 150 Minuten Programm. Das Phänomen: wie immer ohne Souffleur, ohne Patzer, ohne Aussetzer oder Versprecher. Jedenfalls ohne offensichtliche.

Jamaika-Koalition? „Muss man sich schönkiffen“, so Philipzens Empfehlung. „If you are a Rasterman, you can make good Zaster then“, schmiss Funke in die Runde. Ganz klar fordernd, dass seine Angie zur Königin von Jamaika gekrönt werden muss.

Was aus den Grünen geworden ist? „Besserverdienende Impfgegner, die mit ihrem SUV zum Biomarkt fahren, um dort ihren laktosefreien Latte Macchiato zu trinken, bevor sie mit ihrem Golden Retriever zum angstfreien Faszien-Yoga düsen“, bedauerte Philipzen und bekannte gleichzeitig selbstkritisch: „Ganz normale Menschen wie du und ich!“

Überhaupt: Seien die Dieselfahrer jetzt die Raucher unter den Autofahrern. Mit dem Unterschied, dass der SUV nicht nach draußen auf den Balkon ausweichen könne. Funke fand aber seinen Umgang damit: „Ich fahre nachts um 3.30 Uhr zur Tankstelle, damit´s meine Nachbarin nicht sieht!“

Zum guten Schluss zauberten die drei eine Lagerfeuer-Situation mit Gitarre und einem einfühlsamen „Halleluja“. Philipzen amüsierte sich gerührt: „So schön war es noch nie . . .“.

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