Schapdetten „Wir verlieren die Jugend“

Schapdetten -

Der SV Fortuna sorgt sich. Rund die Hälfte der 600 Mitglieder wohnt nicht mehr in Schapdetten.

Von Iris Bergmann
Workshop im Vereinsheim: Hinten stehen (v.l.) Pressewartin Ricarda Kontny, 2. Vorsitzender Uwe Mende, Thomas Schmidt (Landessportbund) und Vorsitzender Ulrich Kontny.
Workshop im Vereinsheim: Hinten stehen (v.l.) Pressewartin Ricarda Kontny, 2. Vorsitzender Uwe Mende, Thomas Schmidt (Landessportbund) und Vorsitzender Ulrich Kontny. Foto: Iris Bergmann

„Der Verein kann leben, aber er wird sich weiter vom Dorf entfernen“, befürchtet Ulrich Kontny , Vorsitzender des Sportvereins Fortuna Schapdetten. Dass von den 600 Mitgliedern inzwischen fast die Hälfte keine Schapdettener mehr sind, hat den Vorstand des Vereins hellhörig gemacht. Deshalb will das Führungsteam dieser Entwicklung entgegenwirken und hatte Vertreter aller Schapdettener Vereine und Gruppen zu einem Workshop eingeladen.

„Wir verlieren die Jugend“, stellte Kontny betrübt fest. Unter anderem seien die Ganztagsschulen ein Grund dafür. Aber auch die allgemeine Bevölkerungsentwicklung. Um herauszufinden, was der Verein dafür tun kann, den Mitgliederschwund aufzuhalten, hatte der Vorstand vor einiger Zeit einen Fragebogen an die Schapdettener Haushalte verschickt. 13 Prozent Rücklauf gab es. Jeweils zur Hälfte waren es weibliche und männliche Teilnehmer. Aber: „80 Prozent des Rücklaufs wurde von Menschen über 45 Jahre ausgefüllt“, wusste der Vorsitzende.

Zum Workshop am Samstagvormittag waren zahlreiche Vereinsvertreter ins Vereinsheim der Fortuna gekommen. Als Referent hatte der Vorstand Holger Schmidt gewonnen. Schmidt ist freier Mitarbeiter im Landessportbund und auch für den Kreissportbund aktiv. Er hatte unter anderem Statistiken zur Bevölkerungsentwicklung dabei. Im Laufe des Workshops wurden dann Ideen gesucht, wie die Vereine voneinander profitieren können.

Am 23. September (Samstag) wird der Gesamtvorstand der Fortuna sich zusammensetzen und den Workshop auswerten, damit die Zukunft des Vereins unter dem Projekttitel „Fortuna 2030“ in Angriff genommen werden kann.

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