Hilfe für Uganda „Lichtstrahl-Markt“ am Longinusturm

Nottuln -

Einen „Lichtstrahl-Markt“ veranstaltet der Verein „Lichtstrahl Uganda“ am 8. Oktober am Longinusturm.

Von Ulla Wolanewitz
Freuen sich auf den Markt von „Lichtstrahl Uganda“ am Longinusturm: (v.l.) Schatzmeister Ulli Wernsing, Vorsitzende Heike Rath und Gründungsmitglied Wilhelm Wesseln.
Freuen sich auf den Markt von „Lichtstrahl Uganda“ am Longinusturm: (v.l.) Schatzmeister Ulli Wernsing, Vorsitzende Heike Rath und Gründungsmitglied Wilhelm Wesseln. Foto: Ulla Wolanewitz

Vier Jahre liegt es bereits zurück, dass Wilhelm Wesseln in Uganda war. Aber die Eindrücke, die er von dort mitgebracht hat, haben nachhaltigen Charakter. Was ihn bewegte, in eines der ärmsten Länder Afrikas zu reisen? Die Tatsache, dass er 2010 zusammen mit einigen engagierten Münsteranern den Verein „Lichtstrahl Uganda“ gründete. Denn der unermüdliche humanitäre Einsatz den Frontfrau und Krankenschwester Heike Rath dort schon Jahre zuvor leistete, überzeugte ihn, diese gute Sache zu unterstützen. Versteht sich fast von selbst, dass das passionierte DJK-Mitglied damals reichlich Fußballtrikots im Reisegepäck hatte. Für 250 Kids organisierte er dann auch gleich ein Fußballturnier in Gulu.

Ein Turnier wird es am 8. Oktober (Sonntag), 11 bis 17 Uhr, beim Betreiber vom Café 18|97 am Longinusturm nicht geben. Dafür aber präsentiert sich der Verein mit einem „Lichtstrahl-Markt“ im Pavillon. Die Vorsitzende Heike Rath wird auch vor Ort sein. Sie kommt wenige Tage zuvor erst aus Gulu zurück. Dort schaut sie mindestens viermal im Jahr für jeweils vier Wochen nach dem Rechten.

Mittlerweile beschäftigt „Lichtstrahl Uganda“ 70 Mitarbeiter in der Pflege, im eigenen Café, in Hauswirtschaft und Garten. In den vergangenen Jahren konnten in der eigenen Medizinstation 13.000 Patienten versorgt werden. Zudem ermöglicht der Verein 500 Kindern den Schulbesuch. Zurzeit wird dort ein Kinderkrisenhaus aufgebaut, für Waisen-, vernachlässigte und von Gewalt betroffene Kinder.

An diesem Herbst-Sonntag gibt es nun in den Baumbergen die Möglichkeit, das Schaffen und Wirken des Vereins näher kennenzulernen. Logischerweise bei Kaffee und leckerem Kuchen, der im Pavillon angeboten wird. Der Erlös fließt auf das Konto von „Lichtstrahl Uganda“. Zudem gibt es das Angebot, selbst gemachte Marmeladen, Liköre und Brote zu verkosten und selbstverständlich auch zu kaufen. Ferner gibt es vielerlei Handgemachtes in Augenschein zu nehmen. So werden Aktive des Vereins den „Lichtstrahl-Markt“ mit ihren Leder, Näh-, Strick und Holzarbeiten bereichern. Gespannt sein dürfen die Besucher auf die Taschen-Designerin, die ihre Exponate aus Turnmattenmaterial anfertigt.

„Garantiert ist, dass jeder Euro auch in Gulu ankommt“, versichert Wilhelm Wesseln. Das Land als solches sei ein echter Traum. Fruchtbar, weil der Nil es durchfließt. Aber eben auch von großer Armut gekennzeichnet, nicht zuletzt wegen der Korruption, die im Land vorherrscht. „Und letztendlich sind es die Frauen, die mit ihrer Power und ihrem Einsatz dort alles am Laufen halten“, betont Wilhelm Wesseln gerne.

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