Brücken über Stever und Peperlake
Ortstermin bringt Klärung

Lüdinghausen -

Nach dem Ortstermin von Verwaltung, Unternehmer und einem externen Gutachter steht jetzt endgültig fest. Brückenbauer Danny Götze wird die beiden Bauwerken über Stever und Peperlake nicht zu Ende bauen. Die noch ausstehenden Arbeiten wird die Stadt erneut ausschreiben.

Mittwoch, 14.02.2018, 07:02 Uhr

Auf der Brücke über die Stever fehlt der Belag noch komplett. Die Bohlen der Querung über die Peperlake (kl. Foto) hat die Stadt als fehlerhaft bemängelt.
Auf der Brücke über die Stever fehlt der Belag noch komplett. Die Bohlen der Querung über die Peperlake (kl. Foto) hat die Stadt als fehlerhaft bemängelt. Foto: wer

In der vergangenen Woche hatte sich der Emdener Unternehmer Danny Götze noch überzeugt gezeigt: „Wir bauen die Brücke zu Ende.“ Doch nach dem gemeinsamen Ortstermin mit einem Mitarbeiter der Verwaltung und einem externen Gutachter am Freitag (9. Februar) an den beiden Bauwerken über Stever und Peperlake sieht das eher nicht danach aus. Die Stadt habe ihm sogar mit der Polizei gedroht, sollten er selbst oder seine Mitarbeiter sich noch einmal mit der Baustelle beschäftigen. Nicht einmal „das Recht auf eine Mängelbeseitigung“ sei ihm eingeräumt worden.

Stadt verweist auf fehlerhaften Bauausführung

Bis auf die Bodenbeläge habe der Gutachter die Brücken als fehlerfreie Konstruktion abgenommen, erklärte Götze am Dienstag auf Nachfrage der WN. Die Stadt hingegen vermochte bislang nicht – trotz mehrfacher Nachfragen seit vergangenem Freitag – eine Stellungnahme zum Ergebnis der Begehung abzugeben.

Bereits Ende Januar hatte Bürgermeister Richard Borgmannerklärt, dass die             Zusammenarbeit mit der Emdener Firma beendet sei (WN berichteten). Begründet hatte er dies mit einer fehlerhaften Bauausführung: „Die Bohlen sind zu kurz. Die Brücke ist breiter als die Bohlen lang sind.“ Zudem sei ein falscher Belag verwendet worden. Trotz mehrfacher Fristsetzung habe das Unternehmen darauf nicht reagiert, hatte Borgmann damals erklärt.

Stadt schreibt Restarbeiten neu aus

Das wiederum bestreitet der Emdener Firmenchef. Vielmehr habe die Stadt ihn zwingen wollen, nicht genehmigungsfähige Bohlen zu verlegen. Alle Gesprächsversuche seinerseits in dieser Angelegenheit seien unbeantwortet geblieben. Vom Ortstermin ist Götze enttäuscht. „Ich hätte erwartet, dass es zumindest mit der zuständigen Fachbereichsleiterin oder auch dem Bürgermeister ein Gespräch gibt.“

Die Stadt werde jetzt die noch ausstehenden Arbeiten neu ausschreiben, hatte Fachbereichsleiterin Ellen Trudwig schon Ende Januar angekündigt. An dieser Situation hat sich auch seit Freitag nichts geändert.

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