Anton-Lehrer und Kollegen aus dem polnischen Nysa wollen Kontakte intensivieren
Pädagogen tauschen sich aus

Lüdinghausen -

Seit zwei Jahrzehnten pflegen die beiden Schulen – das Lüdinghauser St.-Antonius-Gymnasium und das Bischöfliche Diözesan Gymnasium Nysa ihren Kontakt. An diesem Wochenende trafen sich die Pädagogen zu intensivem Austausch.

Montag, 22.01.2018, 08:01 Uhr

Vortrag, Austausch und Ausflüge standen am Wochenende auf dem Programm der Gäste des Bischöflichen Diözesan Gymnasiums in Nysa und den Pädagogen des St.-Antonius-Gymnasiums. Zum Thema Europa referierte am Freitagabend im „Hotel zur Post“ Prof. Ralf-Michael Marquardt (kl. Foto l.).
Vortrag, Austausch und Ausflüge standen am Wochenende auf dem Programm der Gäste des Bischöflichen Diözesan Gymnasiums in Nysa und den Pädagogen des St.-Antonius-Gymnasiums. Zum Thema Europa referierte am Freitagabend im „Hotel zur Post“ Prof. Ralf-Michael Marquardt (kl. Foto l.). Foto: lsi

Seit nunmehr 20 Jahren besteht die Schulpartnerschaft zwischen dem St.-Antonius-Gymnasium in Lüdinghausen und dem Bischöflichen Diözesan-Gymnasium in der polnischen Partnerstadt Nysa. Am Freitagabend trafen sich die Schulleitung und einige Lehrkräfte der beiden Gymnasien zu einem intensiven Austausch im „Hotel zur Post“. Der erste Punkt im vollen Programm der polnischen Lehrerschaft, die bis Montagnachmittag in der Steverstadt bleiben wird, war ein Vortrag mit dem Titel „Europäische Union : Woher kommt sie? Wohin geht sie?“ von Prof. Dr. Ralf-Michael Marquardt von der Westfälischen Hochschule Recklinghausen.

Doch bevor der Vortrag des Referenten begann, wurde der Abend anders genutzt. Bereits vor der herzlichen Begrüßung durch die Schulleiterin des Gymnasiums, Elisabeth Hüttenschmidt, und Henryk Wolff, Schulleiter des Gymnasiums in Nysa, lernten sich die „Austauschlehrer“ bei lockerer Stimmung kennen. Denn zum „intensiven und produktiven Austausch“ soll es laut Anton-Lehrerin Elke Broermann-Marquardt , die das Programm für die polnischen Gäste entwickelt hatte, gerne kommen. Gerade am heutigen Montag, an dem die polnischen Lehrer das Anton besuchen und den Unterricht begleiten, sollen auch die Lehrer etwas lernen – und zwar voneinander.

Denn darum gehe es auch bei einem Schüleraustausch: Man lernt andere Länder mit anderen Kulturen und Werten kennen, lernt diese zu schätzen, weiß Broermann-Marquardt, die den internationalen Austausch seit einigen Jahren begleitet. „Mit der Zeit werden die Unterschiede, die früher noch klar zu erkennen waren, immer undeutlicher“, sagte sie.

Entstanden ist die Schulpartnerschaft vor 20 Jahren aufgrund der seit 1993 bestehenden Städtepartnerschaft zwischen Lüdinghausen und Nysa und des Engagements des polnischen Deutschlehrers Dariusz Piech. Seitdem haben die Schüler beider Gymnasien die Chance, einen Schüleraustausch in dem jeweils anderen Land zu erleben. Doch bei einem Erlebnis bleibt es oft nicht, es entstehen echte Freundschaften und „am Ende fließen dann auch bei dem einen oder anderen die Tränen“, wusste Broermann-Marquardt zu berichten.

Neben der polnischen Schulpartnerschaft unterhält das Antonius Gymnasium weitere Partnerschaften mit der Mahidol Wittayanusorn School in Bangkok, Thailand, und einer deutschen Schule in Guatemala.

Prof. Dr. Marquardt mahnte in seinem Vortrag, dass der Erhalt des Friedens in Europa und der Offenheit keinesfalls ein „Selbstläufer“ sei. Sein Beitrag zur Festigung der Partnerschaft wurde vom Publikum mit großem Applaus bedacht.

Bei geselliger Stimmung wurde noch gemeinsam gegessen und geplaudert. Auch das Wochenende wurde für gemeinsame Unternehmungen genutzt. So gab es am Samstag gleich zwei Stadtführungen – eine in Lüdinghausen und eine in Münster. Abends fand ein privates Treffen statt. Am Sonntag stand schließlich noch ein Ausflug nach Köln an. Dort besuchten die Pädagogen das Sport- und Olympiamuseum und speisten zu Abend in einem Alt-Kölner Brauhaus.

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