Glasfaserausbau im Außenbereich von Seppenrade
Rakete durchschießt den Boden

Seppenrade -

Der Glasfaserausbau im Außenbereich von Seppenrade nimmt Gestalt an. Die ersten gut zehn Kilometer Glasfaserkabel sind bereits unter dem leichten Ondruper Boden verschwunden. Die Bewohner der Lüdinghauser Bauerschaften müssen sich hingegen noch bis 2019 gedulden.

Freitag, 29.12.2017, 08:12 Uhr

Ortstermin in Ondrup: Die Seppenrader und die Lüdinghauser Landwirte machten sich zusammen mit den freiwilligen Helfern ein Bild vom Fortschritt der Arbeiten für den Glasfaserausbau im Außenbereich des Rosendorfes.
Ortstermin in Ondrup: Die Seppenrader und die Lüdinghauser Landwirte machten sich zusammen mit den freiwilligen Helfern ein Bild vom Fortschritt der Arbeiten für den Glasfaserausbau im Außenbereich des Rosendorfes. Foto: Michael Beer

„Wir wären in Lüdinghausen gerne auch schon so weit wie die Kollegen in Seppenrade“, sagte Berthold Schulze Meinhövel, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Ortsvereins (LOV) Lüdinghausen, als er am Donnerstag mit einigen Mitgliedern des Vereins „Teilnehmergemeinschaft für den Glasfaserausbau im Außenbereich in Lüdinghausen“ die Arbeiten der Seppenrader Kollegen in der Bauerschaft Ondrup besichtigte. Die ersten gut zehn Kilometer Glasfaserkabel seien bereits unter dem leichten Ondruper Boden verschwunden, betonte Bauleiter Marc Füstmann .

Wie ein Messer durch eine Torte zog ein Trecker das orangefarbene Kabel in rund 80 Zentimetern Tiefe durch den Boden. Am Donnerstag nun wurde erstmals das Kabel in Höhe der Reithalle unter einer Straße durch „raketiert“, wie der Fachausdruck lautet. Dabei wird eine Art Rakete mit Pressluft durch das Erdreich von der einen auf die andere Straßenseite gedrückt.

Der nasse Boden in Ondrup lässt dort zunächst keine weiteren Arbeiten zu.

Antonius Vormann

Mit dem bisherigen Verlauf sind die beiden Vorsitzenden der Vereine aus Seppenrade und Lüdinghausen zufrieden. „Der nasse Boden in Ondrup lässt dort zunächst keine weiteren Arbeiten zu. Diese werden nun im neuen Jahr zunächst in Emkum fortgeführt. Die Begeisterung bei den Leuten ist groß. Immer sind genug Helfer da, die mit anpacken und das Lohnunternehmen Schrey und Lendermann unterstützen, das in Seppenrade das Kabel verlegt“, ist Antonius Vormann, Vorsitzender des LOV Seppenrade, von der Resonanz begeistert. Die Zustimmung zur Glasfaser liege in den Seppenrader Bauerschaften zwischen 85 und 100 Prozent. Nur in Reckelsum und Tetekum müssten noch die Nachfragebündelungen vorgenommen werden, wobei für den Bereich Tetekum schon Kontakt zu den Landwirten in Olfen aufgenommen wurde, die in den benachbarten Bauerschaften liegen.

In Berenbrock war keine Querung des Kanals möglich.

Berthold Schulze Meinhövel

„In den vier befragten Bauerschaften Berenbrock, Elvert, Bechtrup und Aldenhövel lag die Quote zwischen 90 und 100 Prozent, wobei für Berenbrock und Elvert die Pläne fertig sind. Von Seppenrade kommt das Kabel durch ein Leerrohr der Stadt entlang der Seppenrader Straße, quert den Dortmund-Ems-Kanal, führt zur Burg Vischering und von dort nach Berenbrock. In Berenbrock war keine Querung des Kanals möglich“, sagte Berthold Schulze Meinhövel.

Der Ausbau für die vier Bauerschaften soll 2018 erfolgen und wird vom Lohnunternehmen Norbert Brune ebenfalls in grabenloser Bauweise übernommen, was die Kosten reduziert. Nach der Nachfragebündelung der vier anderen Bauerschaften soll der Ausbau dort 2019 folgen, damit dann alle Kunden im Außenbereich der Stadt das schnelle Netz nutzen können. Denn: Wer da jetzt nicht mitmacht, ist vorerst vom schnellen Netz abgehängt.

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