Glasfaserausbau: Ziel verfehlt Noch eine allerletzte Chance

Lüdinghausen -

189 Verträge fehlen zum Stichtag 9. September, um den flächendeckenden Ausbau für ein Glasfasernetz in Lüdinghausen zu gewährleisten. Dennoch will die Deutsche Glasfaser versuchen, zumindest in Teilen des Stadtgebietes ein Netz zu erstellen.

Von Peter Werth
Glasfaser: In Lüdinghausen fehlen 189 Interessenten.
Glasfaser: In Lüdinghausen fehlen 189 Interessenten. Foto: WN

Das Ergebnis stimmt nicht froh. 189 Unterschriften fehlten zum Stichtag 9. September, um Lüdinghausen flächendeckend mit Glasfaser auszustatten. Dieses Ergebnis machte am Mittwoch die Deutsche Glasfaser bekannt. Die Reaktion von Bürgermeister Richard Borgmann war zwiegespalten. So freue er sich einerseits darüber, dass sich doch so viele Lüdinghauser für Glasfaser entschieden haben. Andererseits sei es „ärgerlich, dass nur noch 189 Verträge zum flächendeckenden Ausbau in Lüdinghausen fehlen“. Er appelliere an alle Lüdinghauser, sich noch einmal über einen Glasfaseranschluss Gedanken zu machen, damit nicht ganze Straßenzüge unberücksichtigt bleiben müssten. Bei der deutschen Glasfaser warb er dafür, dass das Unternehmen nach Möglichkeiten suchen solle, die bisherigen Interessenten auch „zu bedienen“.

Teilausbau wird geprüft

Enttäuscht zeigt sich auch Deutsche-Glasfaser-Projektleiter René Fuchs in einer Pressemitteilung: „Wir haben unser Ziel nicht erreicht.“ Dennoch könne man rund 2000 Haushalte in der Stadt mit einem Glasfaseranschluss versorgen – und das ohne Baukostenzuschuss. Man müsse „nun das Beste aus dem Ergebnis machen“, erklärte er. Sein Unternehmen werde die Tür so lange wie möglich offen halten für all jene, die sich noch für einen Glasfaseranschluss entscheiden wollen.

Die Deutsche Glasfaser werde „nun einen wirtschaftlich umsetzbaren Ausschnitt für den Teilausbau“ ermitteln. So würden Gebiete im städtischen Areal sowie einzelne Straßenzüge aus der Planung herausgenommen, bei denen sich kein ausreichendes Interesse für Glasfaser gezeigt habe, so Fuchs.

Servicepunkt bleibt geöffnet

Dennoch, so der Projektleiter, sei der Zug noch nicht komplett abgefahren. In der Zeit, in der sein Unternehmen jetzt die Gebiete für einen Teilausbau ermitteln werde, hätten „Spätentschlossene“ noch die Chance, zu den vergünstigten Konditionen der Nachfragebündelung einen Vertrag für die Umsetzung der neuen Infrastruktur abzuschließen. „Bis zur Fertigstellung der Teilausbauplanung erlassen wir ihnen die Baukosten komplett“, verspricht Fuchs.

So werde in dieser Zeit auch der Servicepunkt der Deutschen Glasfaser an der Münsterstraße weiterhin donnerstags und freitags von 14 bis 16 Uhr sowie samstags von 10 bis 14 Uhr geöffnet bleiben.

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