Politik
Demokratie weiter stärken

Havixbeck/Berlin -

Marc Henrichmann, Bundestagsabgeordneter aus Havixbeck, traf sich nun mit Mohsen Marzouk, einem der einflussreichsten Oppositionspolitiker Tunesiens.

Montag, 01.01.2018, 16:01 Uhr

Die Stärkung der Demokratie in Tunesien war eines der Themen, die der CDU-Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann mit dem Oppositionspolitiker Mohsen Marzouk (2.v.r.) erörterte. Am Gespräch, das der Havixbecker Kader Selmi (l.) vermittelt hatte, nahmen auch Khawla Ben Aicha und Marouan Felfel teil.
Die Stärkung der Demokratie in Tunesien war eines der Themen, die der CDU-Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann mit dem Oppositionspolitiker Mohsen Marzouk (2.v.r.) erörterte. Am Gespräch, das der Havixbecker Kader Selmi (l.) vermittelt hatte, nahmen auch Khawla Ben Aicha und Marouan Felfel teil. Foto: Büro Henrichmann

Die Gefahr durch islamistischen Terror, die Flüchtlingsproblematik, aber auch der weitere Aufbau der noch jungen Demokratie in Tunesien standen im Mittelpunkt eines parlamentarischen Austausches, zu dem Marc Henrichmann in Berlin eine Delegation aus dem nordafrikanischen Land empfangen hat. Zu Gast beim CDU-Bundestagsabgeordneten war Mohsen Marzouk, einer der einflussreichsten Oppositionspolitiker Tunesiens. Den Kontakt hatte Kader Selmi vom CDU-Gemeindeverband Havixbeck hergestellt.

Henrichmann und Marzouk erörterten ausführlich die aktuelle Sicherheitslage. Einig zeigten sie sich darin, dass beide Länder durch den internationalen Terrorismus bedroht seien und gemeinsam gegen islamistische Gefährder vorgehen müssten. Wichtiges Thema war auch die Anerkennung der Maghreb-Staaten als sichere Herkunftsländer und die Rückkehr abgelehnter tunesischer Asylbewerber in ihr Heimatland. „Wir haben intensiv darüber gesprochen, wie wir unsere Maßnahmen angesichts der Flüchtlingsströme abstimmen können“, resümierte der Bundestagsabgeordnete. Auch Tunesien selbst ist betroffen: Viele Menschen aus Ländern südlich der Sahara sind auf dem Weg nach Europa dort gestrandet.

Gemeinsames Anliegen ist es, die Demokratie in Tunesien weiter zu stärken, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Beide Gesprächspartner sahen die Notwendigkeit, auch Frauen und Jugendliche an diesem Prozess zu beteiligen. Marzouk engagiert sich für einen Übergang zur Demokratie in der arabischen Welt. 2016 gründete er eine neue Partei, die sich für einen säkularen Rechtsstaat einsetzt und gegen Korruption und Terrorismus kämpft. Begleitet wurde er unter anderem von Khawla Ben Aicha. Die 29-Jährige zählt zu den jüngsten Abgeordneten des tunesischen Parlaments.

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