Baumberger-Sandstein-Museum Baukultur vermitteln

Havixbeck -

Die Weiterentwicklung des Havixbecker Sandstein-Museums diskutierte der Museumsbeirat intensiv. Die Mitglieder befassten sich unter anderem mit der Schaffung einer Halbtagsstelle für Baukultur.

Die Neukonzeption der Dauerausstellung im Hauptgebäude des Baumberger-Sandstein-Museums war einer der Punkte, über den sich der Museumsbeirat in seiner jüngsten Sitzung austauschte.
Die Neukonzeption der Dauerausstellung im Hauptgebäude des Baumberger-Sandstein-Museums war einer der Punkte, über den sich der Museumsbeirat in seiner jüngsten Sitzung austauschte. Foto: Maxi Krähling

Um die Weiterentwicklung des Baumberger-Sandstein-Museums zu diskutieren, nahmen sich die Mitglieder des Museumsbeirates jetzt zweieinhalb Stunden Zeit. Es ging um Parkplätze, die Halbtagsstelle für Baukultur und die neue Dauerausstellung.

Für das knappe Parkplatzangebot am Museum zeichnet sich eine Lösung ab. Bürgermeister Klaus Gromöller berichtete, dass die Besitzer der Flächen des Lidl-Marktes und ein Vertreter des Discounters zugestimmt hätten, dass auf den dortigen Parkflächen 15 Stellplätze als Museums-Parkplätze ausgewiesen werden können. Ab 20 Uhr und an den Wochenenden können Besucher von Museums-Veranstaltungen den gesamten Parkplatz nutzen. Dies bleibe für die Gemeinde Havixbeck kostenfrei.

Der Bürgermeister teilte weiter mit, dass nach Gesprächen von Museumsleiter Dr. Joachim Eichler das LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster bereit sei, das Havixbecker Museum mit weiteren zehn Leihgaben aus Baumberger Sandstein zu unterstützen. Darunter seien hochkarätige Bildhauer-Arbeiten.

Der Beirat tauschte sich über die Aufgaben der geplanten Halbtagsstelle für Baukultur am Museum und deren Nutzen für Havixbeck aus. Als Gast führte Martin Schmidt vom LWL-Amt für Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in das Thema ein: „Baukultur ist wie Esskultur. Von der Currywurst bis zum Fünf-Gänge-Menü ist alles erstmal Esskultur. Aber man kann dies alles unterschiedlich bewerten.“ Baukultur sei zunächst gebaute Geschichte und Identität, wie man sie am Havixbecker Torbogen zeigen könne. Baukultur sei aber auch ein Ausdruck von Werten und Haltungen. Und schließlich solle Baukultur auch künftige Herausforderungen lösen.

Vordringliche Aufgabe der LWL-Baukultur und des „Bündnisses für regionale Baukultur“ sei somit die Vermittlung, heißt es in der Mitteilung des Sandstein-Museums weiter. Vermitteln, was Baukultur ist und welche Probleme sie lösen kann – dabei soll die neue Halbtagsstelle mitarbeiten. Sie sei ein verlängerter Arm der LWL-Baukultur ins westliche Münsterland hinein, der LWL finanziere diese Stelle auch.

Daniel Fühner von der Regionale-2016-Agentur sah dies wie Martin Schmidt als „einzigartige Chance für Havixbeck“. In der Diskussion fiel auch das Wort von einem „neuen Markenkern“ für den Ort.

Das vom Bürgermeister vorgestellte Stellenprofil fand allseits Zustimmung. Angemerkt wurde von Beiratsmitgliedern aber, dass es doch etwas viel für eine halbe Stelle sei, denn auch das Veranstaltungsmanagement für die Sandsteinscheune soll geleistet werden. Museumsleiter Eichler stellte klar, dass auch er an dem Thema mitarbeiten werde.

Die Präsentation der Ausstellungsgestalter von Impuls-Design, die bereits im Wirtschaftsförderungsausschuss der Gemeinde im November gezeigt worden war (wir berichteten), stellte Museumsleiter Dr. Joachim Eichler dem Beirat vor. Er machte dabei deutlich, dass alles noch im Fluss sei und manche Ideen von November bereits wieder überholt seien. Die Mitglieder des Beirates zeigten sich wie schon der Ausschuss angetan. Einige konstruktive Anmerkungen versprach Eichler zu berücksichtigen.

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